Verlangsamung im Zahlungsverkehr: BCG sieht gedämpftes Wachstumspotenzial
Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) prognostiziert, dass das bislang zügige Wachstum der Kartenzahlungen und Bezahl-Apps in den kommenden Jahren an Schwung verlieren wird. Den Berechnungen von BCG zufolge sollen die globalen Einnahmen der Zahlungsbranche bis zum Jahr 2029 um etwa vier Prozent jährlich auf 2,4 Billionen Dollar anwachsen – eine Wachstumsrate, die nur noch etwa der Hälfte der letzten fünf Jahre entspricht.
Innerhalb Europas zeigt sich Deutschland im Wechsel von Bargeld zu elektronischen Zahlungsmethoden besonders zurückhaltend. Während 2022 der durchschnittliche Europäer 380 Mal elektronisch zahlte, verzeichneten die Norweger als Spitzenreiter der Statistik rund 800 Transaktionen pro Jahr. Deutschland liegt mit 313 elektronischen Zahlungen pro Kopf deutlich darunter. Die Experten von BCG, deren vollständiger Name Boston Consulting Group lautet, erwarten bis 2029 für den deutschen Markt ein reduziertes Ertragswachstum von lediglich zwei Prozent im Jahr.
Technologische Innovationen werden allerdings auch weiterhin vorangetrieben. So führt der amerikanische Technologieriese Amazon einen aufregenden Test mit einem KI-basierten Assistenten namens „Buy for me“ durch, der Einkäufe automatisiert abwickeln könnte.

