Verhaltener Stellenzuwachs in den USA: Arbeitsmarkt zeigt sich durchwachsen
Der amerikanische Arbeitsmarkt bot im April ein eher enttäuschendes Bild, da die Zunahme der Arbeitsplätze weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP bekannt gab, wurden in der Privatwirtschaft lediglich 62.000 neue Stellen geschaffen. Experten hatten im Vorfeld mit einem Plus von 115.000 gerechnet. Noch im März wurden die Zahlen auf 147.000 Beschäftigte revidiert, was die aktuelle Abschwächung noch deutlicher macht.
In bestimmten Branchen wie dem Bildungs- und Gesundheitswesen, dem Informationssektor sowie bei freiberuflichen und unternehmensbezogenen Dienstleistungen war ein Abbau von Arbeitsplätzen zu verzeichnen. Hingegen verzeichneten andere Bereiche eine moderate Zunahme von Einstellungen. Nela Richardson, Chefökonomin bei ADP, hob hervor, dass Arbeitgeber angesichts der aktuellen Unsicherheiten auf Seiten der Politik und der Verbraucher vorsichtig agieren. Sie wies darauf hin, dass es in einem solchen Umfeld schwerfällt, klare Entscheidungen zur Neueinstellung zu treffen.
Der Zustand des Arbeitsmarktes beeinflusst wesentlich die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed. Obwohl die Fed jüngst die Zinsen stabil hielt, bleibt die Möglichkeit von Zinssenkungen bestehen. Die Handelspolitik der Trump-Regierung hat jedoch zusätzliche Unsicherheit erzeugt. Der mit Spannung erwartete offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag veröffentlicht wird, könnte weitere Einblicke bieten.

