Verhaltener Auftakt: Europas Börsen im Widerstreit zwischen US-Chinesischem Handelskonflikt
Nach einem vielversprechenden Mai zeigten sich die europäischen Aktienmärkte zu Beginn des Juni eher verhalten. Neue Spannungen im Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten, China und der EU belasteten die Marktstimmung, obwohl die Indizes gegen Ende des Handelstages deutliche Verluste abfedern konnten. Diese Erholung spiegelte sich in einer ähnlichen Bewegung an den amerikanischen Börsen wider.
Der EuroStoxx 50, als einer der bedeutendsten europäischen Aktienindizes, schloss mit einem leichten Rückgang von 0,21 Prozent und notierte bei 5.355,56 Punkten. Auch der Schweizer Index SMI gab um 0,24 Prozent nach und endete bei 12.198,18 Punkten. Dagegen konnte der britische FTSE 100 seine anfänglichen Verluste abstreifen und schloss minimal fester mit einem Anstieg von 0,02 Prozent auf 8.774,26 Punkten.
In politischer Hinsicht kochten die Spannungen wieder hoch, als US-Präsident Trump China beschuldigte, das im Mai vereinbarte Handelsabkommen zu missachten. China reagierte prompt mit Gegenvorwürfen und drohte, zur Verteidigung seiner wirtschaftlichen Interessen entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dabei hatten Peking und Washington erst kürzlich eine dreimonatige Aussetzung der wechselseitigen, teils dreistelligen Zölle vereinbart. Zu weiteren Verwerfungen könnte die Ankündigung Trumps führen, bereits an diesem Mittwoch die Einfuhrzölle auf Stahl in die USA auf 50 Prozent zu erhöhen.

