Verhaltene Konjunkturaussichten: Wirtschaftsinstitute senken Wachstumsprognose
Deutschlands führende Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im laufenden Jahr deutlich nach unten korrigiert. Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge wird nur noch ein marginales Plus von 0,1 Prozent erwartet, nachdem im vergangenen Herbst noch von einem kräftigeren Anstieg um 0,8 Prozent ausgegangen wurde.
Für das kommende Jahr hingegen zeigt sich ein optimistischeres Bild: Die Experten rechnen mit einer Erholung und einem Wachstumsimpuls von 1,3 Prozent, eine Vorhersage, die bereits im letzten Herbst getätigt wurde. Im Jahr 2024 hatte sich das BIP um 0,2 Prozent verringert, was auf die neuen internationalen Handelsbarrieren zurückgeführt wurde. Diese Entwicklungen blieben in der jüngsten Prognose unberücksichtigt.
Auch die Inflationsrate bewegt sich laut Einschätzung der Institute auf einem moderaten Pfad. Nach einem Wert von 2,2 Prozent im Vorjahr wird für das laufende Jahr ein gleichbleibender Wert erwartet, mit einem marginalen Rückgang auf 2,1 Prozent im folgenden Jahr.
Die Arbeitslosenquote, so die Vorhersage, wird von 6,0 Prozent im vergangenen Jahr auf 6,3 Prozent ansteigen, kann jedoch im kommenden Jahr leicht auf 6,2 Prozent zurückgehen. Die sogenannte "Gemeinschaftsdiagnose" wird von den renommierten Instituten DIW Berlin, RWI Essen, Ifo München, IfW Kiel und IWH Halle erstellt und soll am Donnerstag formell präsentiert werden.
Diese Analyse beeinflusst maßgeblich die Regierungsprognose, welche die Grundlage für die Einschätzung der künftigen Steuereinnahmen bildet.

