US-Unternehmen wagen wieder mehr Risiko: Aufschwung unter Trumponomics?
Die Unternehmenslandschaft in den USA zeigt sich zunehmend risikofreudiger, ausgelöst durch die Erwartungshaltung gegenüber Donald Trumps Bestrebungen zur Deregulierung und Steuersenkung. Cathie Wood, Gründerin von ARK Investment Management, betonte auf dem Founders Forum Global in Oxford, dass viele große US-Unternehmen ihre Investitionen verstärken, motiviert von einem wirtschaftsfreundlicheren politischen Klima. Ein Beispiel hierfür sei die kürzliche Investition von Meta Platforms in das KI-Startup Scale AI.
Über Jahre hinweg dominierte die Sicherheitsflucht das Verhalten der Investoren, die sich auf technologieorientierte Schwergewichte konzentrierten, um sich vor regulatorischen Unsicherheiten zu schützen, die unter der Biden-Regierung stark thematisiert wurden. Diese Vorsicht scheint nun einem neuen Mut zum Risiko zu weichen, so Wood. Sie wies darauf hin, dass der Fokus der Investoren, der bisher auf Sicherheit lag, nun einen Wandel erleben könnte.
Das ARK Innovation ETF, das disruptive Technologien in den Mittelpunkt stellt, konnte in diesem Jahr eine Rendite von fast 12 % verzeichnen und damit den S&P 500 übertreffen. Jedoch bleibt die langfristige Performance des Fonds hinter der des breiteren Marktes zurück. Wood unterstrich ihre optimistische Haltung gegenüber Tesla, dem größten Posten des Fonds. Sie bezeichnete das Unternehmen als das größte KI-Projekt weltweit, dank seiner Ambitionen im Bereich des autonomen Fahrens.
Trotz hoher Aktienbewertungen, die einige Anleger dazu veranlasst haben, sich von US-Aktien abzuwenden, glaubt Wood, dass der Dollar seinen langfristigen Aufwärtstrend wieder aufnehmen könnte, wenn Unternehmensrisiken in den Fokus rücken.

