US-Strategische Bitcoin-Reserve: Schlüssel für möglichen Anstieg auf $150.000 im nächsten Jahr
Nachdem Bitcoin (BTC) nach einem 30%igen Rückgang von seinem Allzeithoch im Oktober in einer konsolidierten Handelsspanne zwischen $86.000 und $90.000 verbleibt, bleiben die Markterwartungen für die Zukunft der Kryptowährung optimistisch.
Marktanalyst Dominic Basulto von The Motley Fool ist der Ansicht, dass Bitcoin trotz der anhaltenden Herausforderungen im vierten Quartal bis 2026 auf $150.000 steigen könnte, angetrieben durch die neu etablierte US-Strategische Bitcoin-Reserve.
Ist $150.000 für Bitcoin möglich?
Historische Daten stützen Basultos Prognose; die Performance von Bitcoin über die Jahre zeigt ein erhebliches Erholungspotenzial. 2015 war das schlechteste Jahr des Bullenmarktes mit nur 36% Gewinn. In sieben Jahren hat Bitcoin jedoch dreistellige prozentuale Renditen erzielt.
Der Analyst schlägt vor, dass 2026 dem Jahr 2019 ähneln könnte, als Bitcoin nach einem Rückgang von 74% im Jahr 2018 um 95% zulegte. In jenem Jahr trieben mehrere Faktoren, wie erhöhte globale wirtschaftliche Unsicherheit und ein Anstieg des institutionellen Interesses, Bitcoin nach oben—Situationen, die den aktuellen Bedingungen ähneln.
Institutionelle Investoren fügen zunehmend BTC zu ihren Portfolios hinzu, angetrieben durch Spot-Bitcoin-ETFs. Gleichzeitig sorgen Bedenken über globale Zölle und makroökonomische Instabilität in den USA weiterhin für Unruhe unter den Investoren und schaffen die Voraussetzungen für potenzielle Aufwärtsbewegungen.
Basulto betont jedoch, dass Bitcoin nur dann die $150.000-Marke erreichen kann, wenn es als langfristiger Wertspeicher wahrgenommen wird. Wenn Investoren es lediglich als weiteres Hochrisiko-Asset betrachten, könnten sie physisches Gold dem digitalen Gold vorziehen, das ein Rekordjahr verzeichnet hat.
Der Kern seines Arguments dreht sich um einen entscheidenden Faktor, der den Bitcoin-Preis erheblich beeinflussen könnte: ein deutlicher Anstieg der Käufe durch die US-Strategische Bitcoin-Reserve.
Was passiert, wenn Nationen BTC horten?
Basulto behauptet, dass, wenn die US-Regierung beginnen würde, erhebliche Mengen Bitcoin zu kaufen, dies ein globales Wettrüsten unter anderen Ländern auslösen könnte, die daran interessiert sind, ihre eigenen strategischen BTC-Reserven zu schaffen.
Laut dem Analysten könnten solche Käufe aus nationalen Reserven den Bitcoin-Preis dramatisch in die Höhe treiben und wahrscheinlich den Einfluss von Unternehmensschatzkammern übertreffen, die bereits fast 5% des weltweiten zirkulierenden BTC-Angebots angehäuft haben.
Obwohl das Erreichen der $150.000-Marke angesichts der jüngsten Performance von Bitcoin ambitioniert erscheinen mag, gibt es für 2026 noch aggressivere Prognosen. So hat JPMorgan Chase einen potenziellen Preis von $170.000 prognostiziert, während der Wall-Street-Stratege Tom Lee von Fundstrat angedeutet hat, dass BTC im nächsten Jahr sogar $250.000 erreichen könnte.
Während eine Vielzahl von Faktoren zusammenkommen muss, damit BTC seinen Status als digitales Gold zurückerlangt, hängt die Möglichkeit erhöhter Preise von strategischen Maßnahmen sowohl der US-Regierung als auch institutioneller Investoren ab.
Basulto schloss, dass, wenn die führende Kryptowährung ihre Position konsolidieren kann und die Strategische Bitcoin-Reserve an Bedeutung gewinnt, der prognostizierte Preis von $150.000 bis zum nächsten Jahr erreicht werden könnte.
Zum Zeitpunkt des Schreibens fiel der BTC-Preis auf $87.330 zurück, nachdem er am frühen Montag über $90.500 gestiegen war.

