US-Staatsanleihen mit leichten Zugewinnen: Entspannung im Dienstleistungssektor

Die Kurse für US-Staatsanleihen haben am Mittwoch einen leichten Aufwärtstrend verzeichnet. Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Staatsanleihen, der T-Note-Future, kletterte um 0,07 Prozent und erreichte 111,67 Punkte. Demgegenüber blieb die Rendite dieser Anleihen stabil bei 4,27 Prozent.
Obwohl schwächelnde Zahlen vom US-Arbeitsmarkt nur begrenzt Unterstützung bieten konnten, sorgten sie dennoch für Aufmerksamkeit. So zeigte der Arbeitsmarktdienstleister ADP, dass die Zahl der Beschäftigten im US-Privatsektor im Januar um lediglich 22.000 gestiegen ist, was unter den Erwartungen der Volkswirte von einem Anstieg um 45.000 Stellen lag. Der monatliche Arbeitsmarktbericht, ursprünglich für Freitag geplant, musste aufgrund der letzten partiellen Schließung von Regierungsbehörden verschoben werden und wird nun am 11. Februar veröffentlicht.
Parallel dazu präsentierte sich der Dienstleistungssektor der USA widerstandsfähig. Die Erhebung der Einkaufsmanager im Dienstleistungsbereich ergab stabile 58,3 Punkte, was allgemein als stärker als die von Volkswirten prognostizierte leichte Abnahme angesehen wird. Die positive Entwicklung wurde von Ulrich Wortberg, Analyst bei der Helaba, kommentiert: „Dank der stabilen Lage im Dienstleistungssektor und dem deutlichen Anstieg des ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe, steht einem positiven Start ins erste Quartal nichts im Wege.“ Mit Blick auf die Entwicklungen scheint es, dass die US-Notenbank auf absehbare Zeit keine Eile bei der Durchführung weiterer Zinssenkungen hat. Dies spiegelt sich auch in den gedämpften Erwartungen auf Zinssenkungen in den nächsten Monaten wider.

