US-Börsen in Wartestellung: Trumps Zollpolitik verunsichert Investoren
die Unsicherheit kehrt zurück. Nachdem die Woche mit Verlusten begann, zeigten sich die Investoren am Dienstag eher zurückhaltend. Grund dafür ist die unberechenbare Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump, die erneut für Unsicherheit sorgt. Angesichts fehlender neuer Wirtschaftsdaten stand das Abwarten im Mittelpunkt, wie Börsianer berichten.
Trump überraschte die Märkte, indem er die ultimative Frist für US-Zölle auf den 1. August verschob, sich jedoch nicht vollständig festlegen wollte. Am Dienstag bekräftigte er schließlich, dass die Zölle definitiv ab dem 1. August 2025 gelten sollen, ohne weitere Verlängerungsmöglichkeiten. Die Richtung ist klar: mehr Druck auf die Handelspartner. Hoffnungsvoll bleibt Trump indes hinsichtlich eines baldigen Abkommens mit der Europäischen Union, was er in einem angekündigten Schreiben darlegen will.
Im Lichte dieser Entwicklungen gab der Dow Jones Industrial um 0,37 Prozent auf 44.240,76 Punkte nach. Der S&P 500 verzeichnete ein kleines Minus von 0,07 Prozent auf 6.225,52 Zähler. Überraschend legte dagegen der Nasdaq 100 um 0,07 Prozent auf 22.702,25 Punkte zu. Thomas Gitzel von der VP Bank betont, dass die Trump-Administration keine Eskalation der Handelsstreitigkeiten anstrebe, sondern vielmehr mehr Zeit für Verhandlungen benötige. Die neue Frist diene einem alleinigen Zweck: steigender Verhandlungsdruck.
Andere Experten mahnen zur Vorsicht. Nach Trumps großen Ankündigungen im April stehen nun echte Belastungstests bevor. Seine Hoffnung auf rasche Änderungen in globalen Handelsbeziehungen könnte sich als zu optimistisch erweisen.

