US-Börsen im Zeichen des Feiertags: Einsparungen statt Erholung

Der vergangene Freitag brachte für die US-amerikanischen Aktienmärkte keine erhoffte Erholung von den Verlusten, die am Vortag eingefahren wurden. Mit einem verlängerten Wochenende im Blick, schien die Devise der Anleger klar: Risiken minimieren. Denn am Montag bleiben die US-Börsen anlässlich eines Feiertags geschlossen. Trotz der Veröffentlichung von Inflationsdaten für Januar, die unter den Erwartungen lagen und Hoffnung auf sinkende Zinsen schürten, zeigten die Märkte keine klare Reaktion.
Der Dow Jones Industrial konnte ein leichtes Plus von 0,10 Prozent auf 49.500,93 Punkte verbuchen, während er zu Beginn der Woche noch eine Rekordmarke über 1.000 Punkte höher verzeichnete. Der technologielastige Nasdaq 100, zuvor besonders schwach, schloss mit einem kleinen Anstieg von 0,18 Prozent auf 24.732,73 Punkte. Der S&P 500 ging mit einer marginalen Verbesserung von 0,05 Prozent auf 6.836,17 Punkte ins Wochenende. Die Wochenbilanz aller drei Indizes fiel jedoch negativ aus: Der Dow sank um 1,2 Prozent, während sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 jeweils ein Minus von 1,4 Prozent verzeichneten.
Zweifel an den hohen Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) führten zuletzt immer wieder zu gedrückter Stimmung in der Technologiewelt. Besonders stark litten die hoch bewerteten Tech-Werte unter diesen Zweifeln. Innerhalb der sogenannten "Magnificent Seven", den am höchsten bewerteten Tech-Unternehmen, konnte sich nur Tesla knapp ins Plus retten. Apple und Nvidia hingegen verzeichneten deutliche Verluste von 2,2 beziehungsweise 2,3 Prozent.
Positiv fiel der Kurs von Applied Materials auf, der um 8,1 Prozent kletterte. Der Chip-Ausrüster übertraf mit seinem Umsatzausblick für das zweite Geschäftsquartal die Erwartungen deutlich und schnitt auch im ersten Jahresviertel hervorragend ab. Die anhaltende KI-Nachfrage und der Bedarf an Speicherchips tragen hierzu bei.
Ein Überraschungserfolg war der Kurssprung von Rivian um 26,6 Prozent. Der Elektroauto-Hersteller stellte einen Lieferausblick für 2026 vor, der die Analystenerwartungen übertraf. Auch Aktien aus dem Goldminen-Segment profitierten parallel zum steigenden Goldpreis. Agnico Eagle Mines und Barrick Mining gewannen beide 5,6 Prozent. Hintergrund ist die Aussicht auf niedrigere Zinsen, da Gold in einem solchen Umfeld an Attraktivität gewinnt.
Neben diesem positiven Trend bei den Goldminen stiegen die Aktien des Zimmervermittlers Airbnb um 4,7 Prozent, nachdem das Unternehmen mit seinem Umsatzausblick für das erste Quartal überraschte. Auf der anderen Seite führte ein enttäuschender Ausblick auf das erste Geschäftsquartal bei Pinterest zu einem deutlichen Kurssturz von 16,8 Prozent.

