US-Behörden verhaften Goliath Ventures-Manager wegen angeblichem $328-Millionen-Krypto-Ponzi-Schema

Das US-Justizministerium (DOJ) hat Christopher Alexander Delgado, den 34-jährigen Geschäftsführer der angeblichen Risikokapitalfirma Goliath Ventures, verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, ein Krypto-Ponzi-Schema betrieben zu haben, das Investoren um etwa $328 Millionen betrogen hat.
DOJ verhaftet Verantwortlichen hinter $328-Millionen-Ponzi-Schema
Die gegen Delgado erhobene Klage beschuldigt ihn des Drahtbetrugs und der Geldwäsche. Der ehemalige CEO führte das Schema von Januar 2023 bis Januar 2026 durch und behauptete, die Gelder der Opfer in Krypto-Liquiditätspools zu investieren.
Delgado versprach den Investoren monatliche Renditen und warb um erhebliche Investitionen. Seine Opfer rekrutierte er über wohltätige Sponsoring-Aktivitäten, luxuriöse Veranstaltungen, professionelle Marketingmaterialien und persönliche Empfehlungen. Um das Schema legitim erscheinen zu lassen, zahlte der ehemalige Präsident von Goliath einige monatliche Beträge als angebliche Renditen an die Investoren aus.
Während er vorgab, die Gelder der Opfer in Krypto-Protokolle zu investieren, betrieb Delgado Goliath als klassisches Ponzi-Schema. Er nutzte die von neuen Investoren eingebrachten Gelder, um bestehende Kunden auszuzahlen, was ihm ermöglichte, über $328 Millionen von den Opfern zu sammeln. Neben der Rückzahlung von Kapital an diejenigen, die es verlangten, verwendete Goliath auch die Gelder der Opfer, um aufwendige Geschäftstreffen und Feiertagspartys zu veranstalten sowie luxuriöse Reiseunterkünfte zu bezahlen.
Zusätzlich gab Delgado zwischen $1,15 Millionen und $8,5 Millionen aus, um vier Wohnimmobilien zu erwerben, die alle mit den Geldern der Opfer gekauft wurden.
Delgado weiterhin unter Untersuchung
Während Delgado auf seinen Prozess wartet, hat die US-Regierung die Opfer von Goliath aufgefordert, sich im Rahmen des Crime Victims’ Rights Act zu melden, um geeignete Verfahren einzuleiten.
Der Fall wird weiterhin von den Homeland Security Investigations und der Internal Revenue Service Criminal Investigation untersucht. Sollte Delgado in allen Anklagepunkten für schuldig befunden werden, droht ihm eine Höchststrafe von 30 Jahren in einem Bundesgefängnis.
Unterdessen ist er nicht der einzige Unternehmensleiter, der kürzlich wegen eines Krypto-Ponzi-Schemas festgenommen wurde. Letzte Woche wurde Ramil Ventura Palafox, CEO der Praetorian Group International (PGI), von einem US-Gericht zu 20 Jahren Haft verurteilt, weil er mindestens 90.000 Investoren um $200 Millionen durch ein Bitcoin-basiertes Ponzi-Schema betrogen hatte. Der 61-jährige Palafox hatte fälschlicherweise behauptet, PGI sei im Bitcoin-Handel tätig, während er die Investoren betrog.

