Unverhoffter Friede: Waffenruhe zwischen Israel und Iran in Aussicht
In der jüngsten dramatischen Entwicklung des Konflikts zwischen Israel und Iran scheint eine ungeplante Atempause möglich: US-Präsident Donald Trump hat überraschend eine bevorstehende Waffenruhe verkündet, die die Feindseligkeiten zwischen den beiden Ländern beenden könnte. Die Feuerpause, die heute Morgen beginnen sollte, erfordert, dass Iran und Israel abwechselnd für jeweils zwölf Stunden die Waffen schweigen lassen, bevor der Krieg schließlich als beendet erklärt wird.
Doch während Trump die frohe Botschaft auf Truth Social verkündete, hagelte es weiterhin Raketen zwischen den Kontrahenten. Der Iran, der trotz der Waffenstillstandsankündigung in den frühen Morgenstunden noch Raketen auf Israel abfeuerte, deutete dennoch seine Zustimmung zu dem Abkommen an. Diese scheinbar letzte Salve traf Beerscheba, wobei mindestens drei Menschen ums Leben kamen.
Dennoch zeigt der Iran Widerstand gegen eine vollständige Eskalation, insbesondere nach einem Vorfall, bei dem Raketen auf einen US-Stützpunkt in Katar abgefeuert wurden, ohne Schaden anzurichten. Trump berichtete, dass die Iraner die USA im Voraus über den Angriff informiert hatten, was den Anschein eines symbolischen Vergeltungsaktes erweckte. Weitere Angriffe auf US-Basen scheinen daher unwahrscheinlich.
Die Anbahnungen dieser Waffenruhe scheinen dank der diplomatischen Bemühungen Katars erfolgt zu sein, das über gute Beziehungen sowohl zum Iran als auch zu den USA verfügt. Trump zeigte sich zuversichtlich, dass dieser Konflikt, der bereits zwölf Tage gedauert hat, ein glückliches Ende finden könnte, und prägte den Begriff "Zwölftagekrieg" in Anlehnung an den historisch bedeutsamen Sechstagekrieg von 1967.
Sollte die Waffenruhe nachhaltig sein, wäre dies ein nicht zu unterschätzender politischer Erfolg für Trump, der stets einen Krieg vermeiden und sich auf seine innenpolitischen Aufgaben konzentrieren wollte. Da die USA nicht unmittelbar an den Kampfhandlungen beteiligt waren, bis Trump den Befehl zu gezielten Angriffen auf iranische Atomanlagen erteilte, könnte sich die Situation als glückliche Fügung für die US-amerikanische Außenpolitik erweisen.
Indes bleibt unklar, inwieweit Israels intensiven Luftangriffe das iranische Atomprogramm tatsächlich beeinträchtigt haben. Während Israel das offensichtliche Ziel der Neutralisierung der atomaren Bedrohung erreicht zu haben scheint, kann der iranische Ajatollah Ali Chamenei zumindest sein Regime konsolidieren.

