Unveränderte Anleihemärkte im Bann des Fed-Chefs
Während die deutschen Staatsanleihen am Dienstag in nahezu unbewegtem Fahrwasser verharrten, lenkte die weltweite Finanzgemeinde ihre volle Aufmerksamkeit auf die erwarteten Entscheidungen der US-Notenbank. Investoren hielten sich bedeckt, denn der mit Spannung erwartete Zinsentscheid zur Mitte der Woche sorgte bereits im Vorfeld für Zurückhaltung im Handel. Der Euro-Bund-Future, ein prominenter Indikator für die Entwicklung deutscher Staatsanleihen, sank leicht um 0,06 Prozent auf 127,81 Punkte. Parallel dazu wurde die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe mit 2,88 Prozent notiert.
Im Zentrum des Interesses steht jedoch nicht der Zinsentscheid selbst, welcher von Experten weitgehend als unveränderlich prognostiziert wird, sondern vielmehr die spekulative Diskussion um den nächsten Vorsitzenden der Fed. Jerome Powell, der aktuelle Chef der US-Notenbank, befindet sich im Spannungsfeld politischer Einflüsse und seine Amtszeit endet im Mai. Drei Monate vor Ablauf geht es bereits heiß her um die Nachfolge-Debatte, wobei Rick Rieder von Blackrock und der ehemalige Fed-Zuständige Kevin Warsh als prominente Kandidaten gehandelt werden.

