Unternehmensinsolvenzen auf dem Prüfstand: Allianz Trade blickt sorgenvoll in die Zukunft
Der globale Trend der Unternehmensinsolvenzen setzt sich fort, wie die jüngsten Prognosen von Allianz Trade zeigen. Der Kreditversicherer aus Paris und Hamburg rechnet im kommenden Jahr mit einem weltweiten Anstieg der Fälle um fünf Prozent – dies wäre das fünfte Mal in Folge. Besonders ins Auge fällt die Entwicklung in Deutschland, wo die Anzahl der Insolvenzen mit erwarteten 24.500 Fällen weiterhin auf hohem Niveau bleiben soll. Dies entspricht einem leichten Anstieg von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Allianz-Trade-Chefin Aylin Somersan Coqui warnt vor den Folgen der anhaltenden Handelskonflikte, die zunehmend die Stabilität von Unternehmen belasten könnten. Besonders Start-ups tragen ein nennenswertes Risiko in dieser Landschaft, da Neugründungen in Europa und den USA einen überproportional hohen Anteil an Insolvenzen ausmachen.
Ebenso zeichnet sich ein potenzielles Ende des KI-Booms ab, das – ähnlich der Dotcom-Blase der frühen 2000er – einen deutlichen wirtschaftlichen Schock auslösen könnte. Für Deutschland würde dies im schlimmsten Fall bis zu 4.000 zusätzliche Insolvenzen bedeuten.
Blickt man jedoch auf das Jahr 2027, lässt sich ein Licht am Ende des Tunnels erkennen: In Deutschland prognostiziert Allianz Trade einen Rückgang der Insolvenzen um vier Prozent auf 23.500 Fälle. Diese positive Entwicklung führen die Experten auf die Wirkung geplanter wirtschaftlicher Maßnahmen der Regierung zurück, die bis dahin greifen sollten. International wird eine leichte Entspannung mit einem Rückgang um ein Prozent erwartet.

