Unsichere Mehrheitsverhältnisse im US-Repräsentantenhaus nach Tod von Doug LaMalfa
Der plötzliche Tod des US-Kongressabgeordneten Doug LaMalfa hat die ohnehin fragilen Mehrheitsverhältnisse im Repräsentantenhaus weiter erschüttert. Die Republikaner, die lediglich eine hauchdünne Mehrheit besitzen, sind nunmehr gezwungen, noch präziser mit ihren Stimmen zu kalkulieren. Ohne LaMalfas entscheidende Stimme können sie sich künftig nicht mehr als zwei abwesende Abgeordnete leisten, um Abstimmungen erfolgreich zu bestreiten, so berichten amerikanische Medien.
LaMalfa, der seit 2013 den überwiegend ländlichen Wahlkreis im Norden Kaliforniens vertrat, war bekannt als engagierter Anwalt für die Landwirtschaft. Als Vorsitzender einer überparteilichen Interessengruppe kämpfte er energisch für die Belange der westlichen US-Bundesstaaten. Sein unvermitteltes Ableben erfordert gemäß kalifornischem Gesetz eine Nachwahl, um seinen vakanten Sitz neu zu besetzen. Während Details zu Zeitplan und Verfahren derzeit noch ausstehen, ist sicher, dass bis zur Nachbesetzung des Sitzes der republikanischen Fraktion eine entscheidende Stimme fehlen wird.
Beobachter sind jedoch zuversichtlich, dass die Republikaner den Sitz in dem traditionell stark republikanischen Wahlkreis auch bei einer Nachwahl verteidigen können. Der ehemalige Präsident Trump nahm in einer Ansprache vor republikanischen Abgeordneten Bezug auf den Todesfall von LaMalfa. Er würdigte ihn posthum und nutzte die Gelegenheit, um auf die generelle Unsicherheit von Mehrheiten sowie die psychologischen Effekte von Zwischenwahlen, den sogenannten "Midterms", hinzuweisen. Trump hob dabei hervor, dass auch erfolgreiche Präsidentschaften in diesen oft entscheidende Unterstützung einbüßen können.

