Unitedhealth zeigt sich nach Krise optimistischer: Konzern hebt Prognosen an
Der durch eine Krise gebeutelte US-Krankenversicherer Unitedhealth scheint sich nach Monaten der Unsicherheit wieder auf stabileren Kurs zu bewegen. Das Unternehmen meldete für das dritte Quartal Ergebnisse, die über den Erwartungen lagen, was Konzernchef Stephen Hemsley dazu veranlasste, die Gewinnprognose für das laufende Jahr am Dienstag nach oben zu korrigieren. Dieser optimistische Ausblick schmeckt jedoch etwas bitter, denn das neue Ziel fällt deutlich hinter die ambitionierten Vorgaben seines Vorgängers Andrew Witty für das Jahr 2025 zurück. Die Reaktion am Aktienmarkt fiel gedämpft aus, denn die Unitedhealth-Aktie verzeichnete im frühen US-Handel kaum Veränderungen.
Für 2025 plant Hemsley nun mit einem Gewinn von mindestens 14,90 US-Dollar je Aktie. Dies steht im deutlichen Kontrast zu den ursprünglichen Zielen von bis zu 28,65 Dollar, die das Unternehmen vor dem Rückschlag im Frühjahr abgesenkt hatte. Angesichts unerwartet hoher medizinischer Kosten hatte Unitedhealth damals zeitweilig die Gewinnprognosen komplett zurückgezogen und setzte schließlich Hemsley erneut an die Spitze, der erst Ende Juli neue Zielvorgaben formulierte. Am besagten Dienstag verkündete das Unternehmen darüber hinaus stärkes Wachstum für das Jahr 2026.
Trotz einer Umsatzsteigerung von zwölf Prozent auf 113,2 Milliarden Euro im dritten Quartal bleibt der Überschuss mit etwas über 2,3 Milliarden Dollar deutlich hinter den knapp 6,1 Milliarden des Vorjahrzeitraums zurück. Diese Zahlen unterstreichen die herausfordernde Lage, in der sich Unitedhealth befindet, obwohl sie einen Lichtblick im oft turbulenten Gesundheitssektor Amerikas darstellen.

