Unerwartetes Geldmengenwachstum im Euroraum: Neue Impulse für die Wirtschaft?
Die jüngste Entwicklung der Geldmenge im Euroraum hat Ökonomen überrascht und verdeutlicht die dynamische Lage der europäischen Wirtschaft. Die Europäische Zentralbank (EZB) berichtete, dass die breit gefasste Geldmenge M3 im November um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Diese Steigerung übertrifft die Erwartungen von Volkswirten, die einen Rückgang auf 2,7 Prozent prognostiziert hatten. Noch im Oktober hatte die M3-Geldmenge lediglich um 2,8 Prozent zugelegt.
Auch bei der enger gefassten Geldmenge M1, die als Indikator für die wirtschaftliche Aktivität gilt, zeigen sich interessante Tendenzen. Hier wurde ein Anstieg um 5,0 Prozent verzeichnet, was im Vergleich zum Vormonat mit einer damaligen Zunahme von 5,2 Prozent eine leichte Abschwächung darstellt.
Indes beschleunigte sich das Wachstum der Kreditvergabe im Euroraum signifikant. Private Haushalte erhielten 2,9 Prozent mehr Kredite, ein geringfügiger Anstieg gegenüber dem Vorwert von 2,8 Prozent. Kredite an Unternehmen außerhalb des Finanzsektors stiegen ebenfalls an und verzeichneten ein Wachstum von 3,1 Prozent im Jahresvergleich, nachdem im Vormonat 2,9 Prozent registriert wurden.

