Unentschlossener Wochenstart für den deutschen Aktienmarkt: Warten auf Impulse von EZB und Fed
Der deutsche Aktienmarkt startete mit gemischten Gefühlen in die neue Handelswoche, da weder die Anzeichen einer Entspannung im US-chinesischen Handelskonflikt noch aktuelle deutsche Konjunkturdaten als Antrieb für Kursbewegungen dienten. In einer Woche, die im Zeichen von Zinsentscheidungen der US-Notenbank Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank sowie einer Flut von Unternehmensberichten steht, zeigten sich die Anleger abwartend und zurückhaltend.
Der Dax beendete den Handelstag mit einem Anstieg von 0,28 Prozent und erreichte 24.308,78 Punkte, während der MDax, der für mittelgroße Unternehmen steht, um 0,50 Prozent auf 30.140,88 Zähler fiel. Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades merkte an, dass der Markt bis zu den Entscheidungen der Zentralbanken eventuell unentschlossen bleiben könnte. Diese geldpolitischen Impulse könnten entscheidend dafür sein, ob der Dax in Richtung neuer Rekordhöhen ausbricht oder eine Korrektur erfährt.
Im Hinblick auf den Handelsstreit zwischen China und den USA, der seit geraumer Zeit für Unruhe sorgt, näherten sich beide Seiten langsam an. Li Chenggang, Vize-Sekretär im chinesischen Handelsministerium, erklärte, dass eine vorläufige Einigung erzielt wurde, die jedoch noch interne Genehmigungen benötige. US-Finanzminister Scott Bessent betonte ebenfalls die positiven Gespräche in Kuala Lumpur, die als Vorbereitung für das bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping dienen. Am Donnerstag in Südkorea wird sich zeigen, ob es zu einem formellen Abkommen kommt.

