Unabhängige Rentenkommission: CDU fordert Freiheit ohne Denkbarrieren

Die Kommission zur Rentenreform sollte laut CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann ohne jede Einschränkung agieren, um wirksame Lösungen zu entwickeln. Nach Parteigremiensitzungen in Berlin betonte Linnemann, dass vorab festgelegte Rahmenbedingungen die Arbeit der Kommission behindern könnten. Besonders wichtig sei es, dass das Gremium frei von ideologischen Einschränkungen vorgeht und bei der Neugestaltung der Alterssicherung neue Wege beschreiten kann.
Das durch die schwarz-rote Koalition initiierte Komitee wird voraussichtlich am kommenden Mittwoch vom Kabinett offiziell eingesetzt und soll bis Mitte 2026 umfassende Reformvorschläge vorstellen. Geleitet wird das Gremium von Frank-Jürgen Weise, dem ehemaligen Leiter der Bundesagentur für Arbeit, und der Sozialrechtsprofessorin Constanze Janda. Besondere Beachtung legte Linnemann darauf, dass von den 13 Mitgliedern nur drei aus der Politik stammen, um eine objektive und unparteiische Arbeitsweise zu gewährleisten.
Er appellierte daran, die Vorschläge unvoreingenommen zu prüfen und gesellschaftlich offen zu diskutieren, auch wenn man ihnen kritisch gegenübersteht. Für die Arbeitsgruppe nominiert die Union mehrere Wissenschaftler, darunter Martin Werding vom Sachverständigenrat, sowie hochrangige Akademiker wie Jörg Rocholl und Tabea Bucher-Koenen. Zudem sind zwei politische Vertreter der Union vorgeschlagen. Seitens der SPD wird die sozialpolitische Sprecherin Annika Klose als stellvertretende Vorsitzende fungieren, unterstützt von Wissenschaftlern und Experten aus verschiedenen relevanten Fachbereichen.

