Ubisoft cancelt Prince of Persia Sands of Time Remake und fünf weitere Spiele, Black Flag Remake verzögert sich
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Ubisoft hat das seit 2020 in Entwicklung befindliche Prince of Persia: The Sands of Time Remake offiziell eingestampft – zusammen mit fünf weiteren Titeln. Jason Schreier, der renommierte Branchen-Insider, verkündete auf Bluesky, dass das Unternehmen als Teil einer „größeren Umstrukturierung“ nicht nur sechs Spiele gecancelt, sondern auch sieben weitere verzögert hat, darunter vermutlich das lange gemunkelte Assassin’s Creed 4: Black Flag Remake. Für Fans, die seit Jahren auf die Rückkehr des Prinzen warteten, ist das ein vernichtender Schlag – besonders, da es noch Mitte Januar Gerüchte über einen baldigen Shadow-Drop gab. Doch was steckt wirklich hinter dieser drastischen Entscheidung? Und was bedeutet das für die Zukunft der einst ruhmreichen Prince of Persia-Marke?
Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind: Die turbulente Geschichte des Remakes
Als Ubisoft 2020 das Prince of Persia: The Sands of Time Remake ankündigte, sollte es eine Liebeserklärung an die legendäre PS2-Ära werden. Doch als erste Gameplay-Aufnahmen gezeigt wurden, schlug die Begeisterung in Entsetzen um – die Grafik wirkte veraltet, die Animationen hölzern, und die Fans ließen ihren Unmut lautstark verlauten. Ubisoft reagierte und verzögerte das Projekt, um es besser mit den Erwartungen der Community in Einklang zu bringen. Jahre vergingen, Studios wechselten, und das Remake mutierte zu einem Entwicklungs-Albtraum. Gerüchte kursierten, dass das Spiel bereits im Januar 2026 erscheinen könnte – manche sprachen sogar von einem überraschenden Shadow-Drop. Doch wie Jason Schreier in einem Follow-up-Post klarstellte, waren diese Gerüchte schlichtweg falsch: Ubisoft war „nicht zufrieden mit dem Zustand des Spiels“. Anstatt ein minderwertiges Produkt auf den Markt zu werfen, zog man die Reißleine und cancelte das gesamte Projekt.
Sechs Spiele gecancelt, sieben verzögert: Ubisofts radikale Umstrukturierung
Die Cancellation des Sands of Time Remakes ist nur die Spitze des Eisbergs. Laut Schreier hat Ubisoft insgesamt sechs Spiele eingestampft: Neben dem Prince of Persia Remake fielen vier unangekündigte Konsolen- und PC-Projekte sowie ein Mobile-Game dem Rotstift zum Opfer. Zusätzlich wurden sieben weitere Titel verzögert, wobei das Assassin’s Creed 4: Black Flag Remake als eines der betroffenen Spiele vermutet wird. Diese drastischen Maßnahmen sind Teil einer „größeren Umstrukturierung“ bei Ubisoft, die auch Studienschließungen und weitere Entlassungen umfasst. Die Namen der anderen gecancelten und verzögerten Spiele wurden nicht genannt, doch viele Fans fragen sich auf Social Media, ob Beyond Good & Evil 2 ebenfalls betroffen ist. Das Spiel steckt seit Ewigkeiten in der Entwicklungshölle, und es wäre keine Überraschung, wenn es zu den Opfern der Umstrukturierung gehört – allerdings gibt es zum Zeitpunkt dieses Artikels keine Bestätigung.
Black Flag Remake verzögert: Assassins Creed Fans müssen länger warten
Auch für Assassin’s Creed-Enthusiasten gibt es schlechte Nachrichten. Das seit langem gemunkelte Remake von Assassin’s Creed 4: Black Flag, das vielen als eines der besten Spiele der Reihe gilt, wurde ebenfalls verzögert. Es gab Hinweise darauf, dass Ubisoft sowohl das Prince of Persia Remake als auch das Black Flag Remake zeitnah veröffentlichen wollte, doch diese Pläne sind nun hinfällig. Die Verzögerung des Black Flag Remakes ist besonders bitter, da viele Fans gehofft hatten, Kapitän Edward Kenways Piratenabenteuer in moderner Grafik und mit überarbeiteten Mechaniken erleben zu können. Doch angesichts der massiven Umstrukturierung bei Ubisoft ist unklar, wie lange die Wartezeit noch dauern wird.
Prince of Persia in der Krise: Lost Crown und Rogue Prince floppen kommerziell
Die Cancellation des Sands of Time Remakes wirft ein grelles Licht auf die Schwäche der Prince of Persia-Marke. Nach Prince of Persia: The Forgotten Sands im Jahr 2010 lag das Franchise weitgehend brach, abgesehen von kleineren Mobile-Releases. 2024 kehrte die Serie mit Prince of Persia: The Lost Crown zurück, einem hochwertigen Metroidvania-Abenteuer, das von Kritikern gelobt wurde. Doch trotz positiver Reviews war The Lost Crown ein kommerzieller Misserfolg für Ubisoft. 2025 folgte das Roguelike-Plattformer-Spiel The Rogue Prince of Persia, das ebenfalls überwiegend positive Kritiken erhielt, dessen Verkaufszahlen aber unklar bleiben. Die ernüchternde Wahrheit ist: Die Prince of Persia-Marke hat nicht mehr die Zugkraft, die sie einst hatte. Fans sollten sich darauf einstellen, dass sie in absehbarer Zeit keinen neuen Eintrag in der Serie sehen werden – besonders jetzt, da das Sands of Time Remake gecancelt wurde. Die PS2-Ära-Nostalgie allein scheint nicht mehr auszureichen, um die Massen zu mobilisieren, und Ubisoft hat offenbar entschieden, dass die Ressourcen anderswo besser investiert sind.


