Übernahmegerüchte bringen Schwung in die U-Blox-Aktie
Der Schweizer Halbleiterhersteller U-Blox hat offiziell bestätigt, dass sich das Unternehmen in Übernahmeverhandlungen mit dem Finanzinvestor Advent International befindet. Ziel der Verhandlungen ist eine mögliche Transaktion, die den Kauf von U-Blox durch Advent umfassen könnte. Trotz dieser Gespräche betont U-Blox, dass noch keine Entscheidung über das Zustandekommen einer Übernahme getroffen wurde.
Angetrieben von diesen Übernahmegerüchten erlebte die Aktie von U-Blox einen rasanten Anstieg. Bloomberg berichtete, dass Advent ein Übernahmeangebot von etwa einer Milliarde Schweizer Franken oder umgerechnet 1,2 Milliarden US-Dollar in Erwägung zieht. Auf Basis dieser Spekulationen kletterte der Aktienkurs zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent und erreichte ein Tageshoch von 136,40 Franken. Die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt damit bei knapp einer Milliarde Franken.
Seit Jahresbeginn konnte die U-Blox-Aktie beachtliche 80 Prozent an Wert gewinnen und gehört zu den Top Ten der Schweizer Börse in diesem Jahr. Dennoch bleibt der aktuelle Kurs weit hinter dem Rekordhoch von August 2016 zurück, als die Aktie einen Preis von 246,40 Franken und eine Marktkapitalisierung von 1,7 Milliarden Franken erreichte.
In geschäftlicher Hinsicht verzeichnete U-Blox im ersten Halbjahr eine Umsatzsteigerung um ein Drittel auf 123,4 Millionen Franken im fortgeführten Geschäft. Ursachen hierfür waren einerseits ein Rückgang der Lagerbestände bei Kunden und andererseits positive Entwicklungen in den Sparten Locate und Short Range sowie eine Erholung des Automobil- und Industriemarkts. Operativ konnte das bereinigte Cash-Ebit wieder leicht ins Plus drehen und stieg auf 2,9 Millionen Franken, im Vergleich zu einem Verlust von 26,0 Millionen im Vorjahreszeitraum.
Unterm Strich blieb ein Verlust von 7,0 Millionen Franken im fortgeführten Geschäft, was jedoch eine Halbierung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Zudem hat U-Blox im Juni den Verkauf seines Mobilfunkgeschäfts an Trasna abgeschlossen, um sich künftig verstärkt auf Positionierungstechnologien zu konzentrieren.

