Turbulenz um Trump-Dekret: Visa-Verärung in Unklarheit
Das Wochenende stellte Unternehmen auf eine Probe, als sie sich mit den Auswirkungen von Präsident Trumps überraschendem Dekret auseinandersetzen mussten, welches eine Gebühr von 100.000 US-Dollar für Visa für qualifizierte ausländische Arbeitskräfte einführt. Der Erlass, Fokus auf H1-B-Visa, wurde nach Börsenschluss am Freitag präsentiert und verursachte hektische Betriebsamkeit bezüglich der Implikationen für die rund 730.000 Inhaber solcher Visa.
Inmitten der Verwirrung vermittelte Handelsminister Howard Lutnick neben Trump die Sichtweise, dass die Maßnahme darauf abzielt, das Visum in beinahe allen Fällen "nicht wirtschaftlich" zu machen. Doch kehrte das Team des Präsidenten am Wochenende in zentralen Details um: Ob diese Gebühr jährlich sei und ob sie auf aktuelle Visuminhaber anwendbar wäre, blieb unklar. Die Märkte eröffneten am Montag nur leicht im Minus, was darauf hindeutet, dass sich die Besorgnis etwas legte.
Experte Terry Haines merkt an, dass die Regeln wohl "monatelang unklar" bleiben, jedoch im größeren Zusammenhang nur eine "vorübergehende Störung für die Tech-Branche" darstellen.
Trotzdem bleibt die Angelegenheit für Unternehmen wie Google, Amazon, Walmart oder JPMorgan Chase relevant, die zahlreiche dieser Visa sponsern. Ursprünglich hatte sogar das Weiße Haus am Freitag betont, das H1-B-Programm sei missbraucht worden, und Unternehmen müssten künftig 100.000 Dollar zur Bewerbung eines Antragstellers zahlen. Die wechselhaften Nachrichten verdeutlichten die Unsicherheit, die um den Erlass herrschte.
Am Samstag stellte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, klar: Es handle sich nicht um eine jährliche Gebühr, sie gelte nur für neue Bewerber im nächsten Lotterieverfahren. Der Umgang mit Ausnahmeregelungen sorgte ebenfalls für Gesprächsstoff, da Gebühren nach Ermessen des Heimatschutzsekretärs aufgehoben werden könnten. Angesichts der umfassenden Debatte ist klar: Diese Thematik wird die Unternehmenswelt weiterhin beschäftigen.

