Türkische Fluggesellschaften streichen Flüge in den Iran: Auswirkungen der Unruhen
Die angespannte Lage im Iran schlägt nun auch auf den internationalen Flugverkehr durch. Mehrere türkische Fluggesellschaften haben als unmittelbare Reaktion auf die jüngsten Ereignisse vorübergehend ihre Flugverbindungen in das Land ausgesetzt. So verkündete Pegasus, dass alle für heute angesetzten Flüge gestrichen sind. Auch Turkish Airlines hat für heute und den morgigen Tag Verbindungen in die iranischen Städte Teheran, Maschhad und Tabris abgesagt. Offizielle Quellen sprechen von "regionalen Entwicklungen" als Ursache für diese Vorsichtsmaßnahme.
Der Iran erlebt gegenwärtig eine Welle von Protesten, die das Land seit Ende Dezember in Atem halten. Am Donnerstagabend eskalierten die Demonstrationen und fanden einen neuen Höhepunkt, als in der Hauptstadt Teheran große Menschenansammlungen zu sehen waren, die nicht ohne Reaktion blieben. Sicherheitskräfte gingen Berichten zufolge mit Tränengas gegen die oftmals vermummten Demonstranten vor und setzten dabei auf eine Linie starker Repression. Szenen des Chaos, festgehalten in Videos von Aktivisten, zeugen von brennenden Fahrzeugen der Sicherheitskräfte in den Straßen Teherans.
Zusätzlich häufen sich Berichte über erhebliche Gewalt, die sich auf die Zahl der Opfer auswirkt. Übereinstimmenden Berichten nach haben Sicherheitskräfte am Donnerstag das Feuer auf Demonstrierende eröffnet, was zu zahlreichen Toten geführt haben soll. Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklungen mit wachsender Besorgnis, während sich der Fokus zunehmend auch auf die mögliche Instabilität in der Region richtet.

