Türkei macht Druck für neue Friedensverhandlungen zwischen Russland und Ukraine
Inmitten der anhaltenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine verstärkt die Türkei ihr Engagement für neue Friedensverhandlungen und drängt auf eine zweite Verhandlungsrunde der Kriegsparteien. Der türkische Außenminister Hakan Fidan betonte bei einer Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha die Dringlichkeit, die zerstörerischen Auswirkungen des Krieges einzudämmen. Fidan äußerte sich optimistisch und meinte, dass Fortschritte unvermeidlich seien, wenn die Parteien am Verhandlungstisch bleiben.
Währenddessen hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow eine neue Initiative für Gespräche angekündigt. Die russische Delegation ist bereit, in der Türkei ein Memorandum zu präsentieren, das die russischen Ansichten zu den Ursachen der Krise darlegt. Die Ukraine drängt darauf, dieses Dokument im Vorfeld der Verhandlungen zu erhalten, um sich optimal vorzubereiten. Der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow hat betont, dass Kiew bereits seine eigene Position an Moskau übermittelt hat.
Seit über drei Jahren verteidigt sich die Ukraine mithilfe westlicher Unterstützung gegen die russische Invasion. Die bisherigen Verhandlungen in Istanbul im Mai 2022 führten lediglich zu einem Gefangenenaustausch. Doch Fidan ist zuversichtlich, dass die zweite Gesprächsrunde die Möglichkeit für ein hochrangiges Treffen schaffen könnte, bei dem auch die USA eingebunden wären.

