Trump und Epstein: Neuer Wirbel um umstrittenen Geburtstagsgruß
Der Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und dessen Verbindungen zu einflussreichen Persönlichkeiten erhält durch neue Veröffentlichungen erneut Aufwind. Im Zentrum steht dabei ein angeblicher Geburtstagsgruß des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump an Epstein, den die Demokraten nun publik machten. Der Gruß, der vor über zwei Jahrzehnten verfasst worden sein soll, gibt Rätsel auf: Er enthält mysteriöse Andeutungen und eine Unterschrift Trumps, deren Echtheit umstritten ist. Die Republikaner weisen den Vorwurf entschieden zurück.
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte auf der Plattform X, dass der Ex-Präsident weder das Bild gezeichnet noch das Schreiben unterzeichnet habe. Auch der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im Repräsentantenhaus, James Comer, wirft den Demokraten vor, die Informationen aus dem Epstein-Nachlass selektiv zu nutzen und politisch zu instrumentalisieren.
Zeitgleich veröffentlichte das „Wall Street Journal“ eine Kopie dieses Grußes, was zu einer hitzigen Diskussion führte. Trump reagierte umgehend mit einer Klage gegen das Blatt und dessen Eigentümer, unter anderem Medienmogul Rupert Murdoch. Der Präsident behauptet, das Dokument sei gefälscht und distanziert sich erneut von der Darstellung, er habe es verfasst oder gar unterschrieben.
Der Fall Epstein, der 2019 unter umstrittenen Umständen im Gefängnis starb, bleibt ein heikles Thema. Sein Tod und die damit verbundenen Verschwörungstheorien werden in der US-amerikanischen Gesellschaft bis heute intensiv diskutiert. Die nun aufgeflammten Debatten verstärken den Druck auf Trump, der trotz seiner aktuellen Abwehrhaltung im Wahlkampf die Offenlegung aller relevanten Dokumente gefordert hatte.

