Trump und Carney: Ein Treffen zwischen Schachzügen und Sabbeleien
Der frisch vereidigte kanadische Premierminister Mark Carney und der bekannte Immobilienmogul und US-Präsident Donald Trump trafen erstmals aufeinander – mit gekonntem verbalen Schlagabtausch und viel medialer Aufmerksamkeit. Carney erklärte mit einem charmanten Augenzwinkern, dass Kanada kein Übernahmeziel sei. "Wir sind hier nicht im Verkaufskatalog", formulierte er griffig und unterstrich die Bedeutung einer konstruktiven Partnerschaft zwischen den Nationen.
Trump, seinerseits bekannt für kühne Aussagen, bezog sich scherzhaft auf seine vorherige Begegnung mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und versicherte, diesmal sei alles anders – und vor allem freundlicher. Im Verlauf des Treffens erinnerte Trump abermals an seinen Wunsch, Kanada als „51. Bundesstaat“ zu integrieren, und malte die vermeintlichen Vorteile in schillernden Farben. Carney konterte mit charmantem Witz, dass bestimmte Landmarken, wie ihr momentaner Treffpunkt oder der Buckingham-Palast, schlicht unverkäuflich seien.
Trump, fest entschlossen, Amerika wirtschaftlich unabhängig zu halten, machte klar, dass Kanada nicht von Zolllockerungen ausgehen könne. Seine robuste Haltung untermauerte er durch die Aussage, die USA bräuchten weder kanadische Autos noch Stahl, da sie selbstproduzierte Alternativen bevorzugten. Besonders brisant ist Trumps wiederkehrende Forderung, das nördliche Nachbarland in die Vereinigten Staaten zu integrieren, die in Kanada für große Empörung sorgte.
Carney setzte bei seinem Wahlkampf erfolgreich auf klare Kante gegen Trump und versicherte, den expansiven Überlegungen aus Washington entgegentreten zu wollen. Abschließend versuchte Trump im Fernsehen Schadensbegrenzung zu betreiben und besänftigte mit der Aussage, militärische Maßnahmen stünden trotz allem nicht zur Debatte.

