Trump tadelt Kanadas Regierungschef Carney in Davos
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sorgte US-Präsident Donald Trump mit scharfen Worten in Richtung des kanadischen Regierungschefs Mark Carney für Aufsehen. Trump betonte, die USA hätten stets eine großzügige Haltung gegenüber Kanada eingenommen. Doch in seiner Rede am Vortag habe Carney diese Großzügigkeit bei weitem nicht gewürdigt, so der Präsident.
In überspitzter Manier wies Trump darauf hin, dass Kanada existenzbedingt auf die Vereinigten Staaten angewiesen sei und empfahl Carney, dies bei künftigen Äußerungen zu berücksichtigen. Des Weiteren bekräftigte Trump seinen ehemals geäußerten Wunsch, Kanada als weiteren Bundesstaat zu integrieren.
Der kanadische Regierungschef hatte in Davos mit interessanten Vorschlägen begeistert, wie sich kleinere und mittlere Nationen gegen globale Herausforderungen behaupten können. Carney argumentierte, dass kleinere Länder Gefahr laufen, ihre Position zu schwächen, wenn sie gegeneinander um die Gunst größerer Mächte buhlen. Stattdessen solle der Fokus auf der Bildung von Koalitionen liegen, um gemeinsame Werte zu verteidigen und zu stärken. Seine Metapher "Mittelmächte müssen gemeinsam handeln, denn wenn wir nicht am Tisch sitzen, stehen wir auf der Speisekarte" verdeutlichte seine Botschaft eindrucksvoll.

