Trump sorgt für Entspannung – Dax zeigt sich erholt
Die letzten Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China scheinen für leichte Erleichterung an den Finanzmärkten zu sorgen. US-Präsident Donald Trump fand im Zuge der jüngsten Eskalation beruhigende Worte auf der Plattform Truth Social, indem er versicherte: "Machen Sie sich keine Sorgen um China, alles wird gut". Diese Botschaft wirkte sich positiv auf den deutschen Aktienmarkt aus. Am Montagmorgen legte der Dax im frühen Handel um 0,7 Prozent auf 24.413 Zähler zu, während der MDax um 0,8 Prozent auf 30.490 Punkte anstieg. Auch der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, erholte sich um 0,9 Prozent und erreichte 5.581 Zähler.
Am vergangenen Donnerstag war der Dax aufgrund von Spekulationen über mögliche Zinssenkungen sowie anhaltender Begeisterung für Künstliche Intelligenz auf ein Rekordhoch von 24.771 Punkten geklettert. Gewinnmitnahmen hatten das Plus jedoch zunichte gemacht, und nach Trumps Drohung mit neuen Zöllen sowie seiner Unsicherheit bezüglich eines Treffens mit Chinas Präsident Xi Jinping befanden sich die Märkte am Freitag auf einer Achterbahnfahrt. Wenngleich Trump auf Truth Social betonte, er und Xi wollten China nicht in die "Depression" stürzen, sondern vielmehr helfen, bleibt unklar, wie er zu dieser Einsicht gelangt ist. Der Experte Stephen Innes von SPI Asset Management warnte jedoch davor, dies als echte Entspannung zu werten, und likte es zu einem "Verhandlungstheater", bei dem Taktiken und Außenwirkung gleichermaßen wichtig sind.
Neben den Entwicklungen im Handelsstreit wirft auch die Ernennung einer neuen französischen Regierung durch Premierminister Sebastien Lecornu ihre Schatten voraus. Die neue Regierungsbildung sieht sich bereits in den ersten Tagen mit drängenden Fragen zum hohen Schuldenstand des Landes konfrontiert, und es droht zudem ein Misstrauensvotum der Opposition.

