Trump fordert Einfrieren der Frontlinie in der Ukraine
US-Präsident Donald Trump hat sich für das Einfrieren der Frontlinien im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ausgesprochen. Seiner Ansicht nach, sollte die Donbass-Region entlang der aktuellen Frontlinie aufgeteilt werden, womit eine politische Teilung in Kauf genommen würde.
Auf einem Flug mit der Air Force One erklärte Trump gegenüber Journalisten, dass es äußerst schwierig sei, über weitere Details zu verhandeln. Aktuell kontrolliert Russland große Teile der ostukrainischen Region. Des Weiteren führte Trump an, dass spätere Verhandlungen in Betracht gezogen werden könnten.
Während seines Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington am vergangenen Freitag habe er betont, dass das Blutvergießen enden müsse und die Soldaten nach Hause gehen sollen. 'Geht nach Hause, stellt die Kämpfe ein, stoppt das Töten', mahnte Trump eindringlich auf dem Rückweg aus Florida.
Der Donbass, eine industrielle Kernregion mit reichen Kohle- und Eisenressourcen, zählte vor 2014 rund 6,5 Millionen Einwohner. Die Aufgabe der Regionen Donezk und Luhansk könnte dazu führen, dass Russland Gebiete ohne militärischen Kampf erhält, die es nie ganz erobern konnte. Zugleich verlöre Kiew einen strategisch wichtigen Verteidigungsposten.
Im Vorfeld hatte die 'Financial Times' darüber berichtet, dass Trump angeblich Selenskyj dazu drängen wollte, den Donbass ganz aufzugeben, was Präsident Wladimir Putin einen erheblichen Vorteil verschaffen würde. Trump selbst wies diese Berichte während eines Gesprächs mit Journalisten zurück und bestritt, dass dies ein Thema bei seinem Treffen mit Selenskyj gewesen sei.

