Trump bringt neue Zollrunde ins Spiel: Handelsstreit jetzt im Fokus
US-Präsident Donald Trump bereitet sich darauf vor, am Mittwoch eine weitere Welle umfassender Zölle anzukündigen. Der Republikaner verfolgt seit Längerem die Idee wechselseitiger Zölle, was bedeutet, dass die USA dort reagieren, wo sie im internationalen Vergleich benachteiligt werden. Unklar bleibt jedoch, ob die US-Regierung tatsächlich allgemeine Zölle verhängen könnte. Diese wären dann nicht auf spezifische Produkte oder Branchen beschränkt, sondern könnten unvorhersehbar ausfallen, sowohl in ihrer Höhe als auch in ihrem Ziel.
Die Bekanntgabe der neuen Zölle ist für die Nachmittagsstunden im Rosengarten des Weißen Hauses geplant. Trump bezeichnet diesen Tag als "Tag der Befreiung" für die Vereinigten Staaten. Insbesondere die Europäische Union geriet zuletzt in seine Kritiklinie, da Trump das Handelsdefizit gegenüber EU-Ländern moniert. Dies spiegelt sich in den aktuellen Handelsstatistiken wider; europäische Exporteure sind erfolgreicher als ihre amerikanischen Konterparts auf dem EU-Markt.
Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission, bestätigt, dass die USA beabsichtigen, neue Sonderzölle auf den Import von Halbleitern, Pharmazeutika und Holz zu erheben. Weitere Details erwartet man über sogenannte reziproke Zölle, die als Antwort auf als unfair empfundene Handelspraktiken anderer Länder dienen sollen. Bereits jetzt steht fest, dass ab Donnerstag höhere Zölle auf Autoimporte in die USA gelten werden.

