Trump auf dem Weltwirtschaftsforum: Zölle, Grönland und ein neuer Friedensrat
US-Präsident Donald Trump sorgt vor seiner Reise zum Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos für Spannungen und Aufruhr in Europa. Seine Drohung, Zölle gegen Deutschland und andere europäische Länder zu verhängen, sollte Dänemark Grönland nicht an die USA verkaufen, lässt die Wogen hochschlagen. In den Schweizer Bergen wird Trump nun auf der Weltbühne sprechen und aller Voraussicht nach den Druck im Konflikt um die Arktisinsel weiter erhöhen. Mehrere Treffen zu Grönlands Zukunft seien geplant, ließ Trump in Washington verlauten, und er zeigt sich optimistisch über eine bevorstehende Einigung mit den Nato-Partnern.
Trump argumentiert, dass die USA Grönland aus Sicherheitsgründen benötigen und scheint entschlossen, sein Vorhaben trotz internationaler Kritik fortzusetzen. Für den Fall, dass europäische Nato-Länder im Schulterschluss mit Dänemark Grönland nicht an die USA verkaufen, droht er ab dem 1. Februar mit Strafzöllen. Die Situation nährt Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der Nato unter Trumps Präsidentschaft und stellt Fragen zur Solidarität innerhalb des Bündnisses.
Ein weiterer Zündstoff ist Trumps Plan, einen sogenannten "Friedensrat" ins Leben zu rufen, der ursprünglich als Instrument zur Umsetzung des Gaza-Friedensplans gedacht war. Doch könnte er weit über den Mittleren Osten hinaus zur Einflussnahme in weiteren Konflikten eingesetzt werden. Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, äußert Skepsis und sieht keine Notwendigkeit für eine zusätzliche Organisation neben den Vereinten Nationen. Trump indes bleibt kritisch gegenüber der UN und verweist auf deren ungenutztes Potenzial, während er gleichzeitig den "Friedensrat" als mögliche Ergänzung sichtbar machen könnte.

