Too Hidden Champions?
Intern Hightech – außen „Traditionsbetrieb“: Neue All for One Studie zeigt deutliche Wahrnehmungslücke bei Familienunternehmen

26. März 2026, 09:13 Uhr · Quelle: Pressebox
Too Hidden Champions?
Foto: Pressebox
Michael Zitz, CEO der All for One Group
Eine Studie offenbart, dass deutsche Familienunternehmen innovativer wirken, als die Öffentlichkeit annimmt, was ihre wirtschaftliche Rolle verstärkt.

Filderstadt, 26.03.2026 (PresseBox) - Deutschlands Familienunternehmen stehen vor einem strategischen Paradoxon: Intern gelten sie als innovativ, entscheidungs- und investitionsstark, extern werden sie jedoch kaum als digitale Treiber oder agile Player wahrgenommen. Die aktuelle Studie der All for One Group SE, „Innovationskompass 2026: Familienunternehmen auf dem Vormarsch“, zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen tatsächlicher Innovationsleistung und öffentlicher Wahrnehmung.

79 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass Familienunternehmen innovativer sind, als es ihre öffentliche Wahrnehmung vermuten lässt. Gleichzeitig verbinden nur 14 Prozent der Gesamtstichprobe Familienunternehmen spontan mit Innovation oder Digitalisierung. Laut Stiftung Familienunternehmen beschäftigen Familienunternehmen rund 18,3 Millionen Menschen in Deutschland – ihre Innovationsleistung hat damit erhebliche volkswirtschaftliche Relevanz. 

„Unsere Studie zeigt kein Innovationsdefizit, sondern eine strukturelle Wahrnehmungslücke“, sagt Michael Zitz, CEO der All for One Group. Der SAP-Partner hat überwiegend Familienunternehmen unter seinen 4000 Kunden und begleitet sie seit Jahren erfolgreich bei ihren Digitalisierungs- und Innovationsprojekten. „Familienunternehmen investieren, transformieren und digitalisieren – sie werden jedoch weiterhin primär über Stabilität und Tradition wahrgenommen.“ In der öffentlichen Wahrnehmung dominieren klassische Zuschreibungen: 42 Prozent verbinden Familienunternehmen vor allem mit wertebasierter Unternehmenskultur, 35 Prozent mit regionaler Verantwortung und 27 Prozent mit Stabilität. Innovation zählt nicht zu den prägenden Assoziationen.

Schneller als Konzerne: Entscheidungsdynamik als struktureller Vorteil 

Die Studie zeigt zudem, dass Familienunternehmen häufig über schlanke Entscheidungsstrukturen verfügen. 86 Prozent der Befragten bestätigen kurze Entscheidungswege – der höchste Zustimmungswert in der gesamten Untersuchung. Auch bei größeren Investitionen wird diese Struktur sichtbar: 46 Prozent der Befragten aus Familienunternehmen treffen Investitionsentscheidungen über eine Million Euro innerhalb von bis zu drei Monaten, 11 Prozent sogar innerhalb eines Monats. Sehr lange Entscheidungsprozesse von mehr als sechs Monaten treten seltener auf als im Durchschnitt der Gesamtstichprobe. „Kurze Entscheidungswege sind kein Mythos, sondern strukturell angelegt. Wo Governance klar definiert und Verantwortung eindeutig geregelt ist, entstehen Tempo und Handlungsfähigkeit. Gerade in Phasen technologischer Umbrüche wird diese Entscheidungsdynamik zum Wettbewerbsvorteil“, so Michael Zitz.

Gezielte Investitionen in IT-Security, KI und Nachhaltigkeit

In einem Umfeld wachsender wirtschaftlicher und regulatorischer Anforderungen investieren Familienunternehmen gezielt in zentrale Zukunftsfelder – häufig jedoch selektiver und stärker priorisiert als in wirtschaftlich stabileren Phasen. 60 Prozent der Befragten berichten von steigender Investitionsbereitschaft in den vergangenen Jahren.

Im Rückblick auf die letzten drei Jahre zeigen sich dabei klare Wirkungsschwerpunkte: Für 59 Prozent der Befragten aus Familienunternehmen haben Investitionen in IT-Security den größten Impact. Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit folgen jeweils mit 39 Prozent, wenn es um Investitionen mit besonderer Wirkung geht.

„Gerade in unsicheren Zeiten konzentrieren sich Unternehmen stärker auf Investitionen mit unmittelbarem strategischem Nutzen, etwa in Cybersicherheit, Effizienzsteigerung oder neue digitale Technologien“, ordnet Michael Zitz ein. 

IT sieht Chancen– Management priorisiert Stabilität: Wenn Entscheider Innovation unterschiedlich bewerten 

Innerhalb vieler Familienunternehmen zeigen sich unterschiedliche Perspektiven auf Innovationsfortschritte. 28 Prozent der IT-Verantwortlichen verbinden Familienunternehmen spontan mit Innovation, im höheren Management sind es 11 Prozent. Zudem bewerten IT-Entscheider im eigenen Unternehmen technologische Fortschritte um 15 Prozentpunkte höher als das Management. Das verdeutlicht: Innovation wird innerhalb vieler Unternehmen unterschiedlich interpretiert. Während IT-Verantwortliche technologische Entwicklung und Geschwindigkeit stärker betonen, richtet das Management den Blick stärker auf Stabilität, Governance und Risikomanagement.

„Transformation ist nicht nur eine technologische, sondern auch eine Führungs-Frage“, sagt Michael Zitz. „Wenn technologische Chancen und strategische Risikoperspektiven nicht zusammengeführt werden, entsteht Reibung. Werden sie jedoch klug orchestriert, entsteht nachhaltige Innovationsdynamik.“

Transformation wird zur Gemeinschaftsaufgabe 

71 Prozent der Befragten sehen externe Partner als Erfolgsfaktor für Innovationsprojekte. Besonders IT-Verantwortliche bewerten externe Expertise als hilfreich, um technologische Komplexität und organisatorische Transformation zu bewältigen.

„Transformation wird zunehmend systemisch. Viele Unternehmen erkennen, dass es nicht mehr um einzelne Projekte geht, sondern um dauerhafte Strukturveränderung. Und dass externe Perspektiven dabei helfen können, interne Reibung zu reduzieren“, so Michael Zitz.

Point of Transformation: Ab 500 Mitarbeiter steigt die Innovationsdynamik 

Eine strukturelle Schwelle zeigt sich bei rund 500 Mitarbeitenden. In Unternehmen mit 500 bis 999 Mitarbeitenden bewerten 78 Prozent ihr Unternehmen als hoch innovativ. In der Größenklasse zwischen 250 und 499 Mitarbeitenden sind es 54 Prozent. Unterhalb dieser Schwelle fehlen häufiger spezialisierte IT-Kompetenzen, Transformationsbudgets und personelle Ressourcen. Skalierung wird damit zu einem relevanten Faktor für erfolgreiche Digitalisierung.

Attraktive Arbeitgeber – aber nicht sichtbar für Tech-Talente? 

Familienunternehmen gelten als attraktive Arbeitgeber: 74 Prozent halten sie für attraktiver als Start-ups, 71 Prozent für attraktiver als Großkonzerne und 64 Prozent für attraktiver als öffentliche Arbeitgeber. Doch nur 14 Prozent verbinden sie spontan mit Innovation oder Digitalisierung. Für technologieorientierte Fachkräfte entsteht damit ein widersprüchliches Bild: hohe Attraktivität als Arbeitgeber, aber geringe Sichtbarkeit als technologischer Gestalter.

Innovationskraft braucht Sichtbarkeit 

Deutschlands Familienunternehmen verfügen über hohe Innovationskraft, schnelle Entscheidungsstrukturen und steigende Investitionsbereitschaft. Gleichzeitig zeigt die Studie eine klare Wahrnehmungslücke: Während die eigene Innovationsfähigkeit intern hoch eingeschätzt wird, prägen nach außen vor allem andere Stärken wie Stabilität, Werteorientierung oder regionale Verbundenheit das Bild.

„Der deutsche Mittelstand hat kein Innovationsproblem“, fasst Michael Zitz zusammen. „Er hat ein Sichtbarkeitsproblem. Innovationskraft entfaltet ihre Wirkung erst dann vollständig, wenn sie auch strategisch sichtbar wird.“ 

Link zum Studienreport

Methodik der Studie: 

Die Daten der von All for One beauftragten Studie basieren auf einem Online-Fragebogen, anhand dessen Mitglieder des YouGov Panels befragt wurden, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Insgesamt wurden im Zeitraum 05. und 20.01.2026 insgesamt 508 Entscheider befragt: Zielgruppe IT-Entscheider (n=252), Zielgruppe hohes Management (n=256). 45 Prozent der Befragten arbeiten aktuell in einem Familienunternehmen oder haben dort in der Vergangenheit gearbeitet. 

Familienunternehmen / Innovation / Digitalisierung / Studie / Wirtschaft / All for One Group / Wahrnehmung
[pressebox.de] · 26.03.2026 · 09:13 Uhr
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