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Todeskreuz am Aktienmarkt: Warnsignal oder überbewerteter Indikator?

06. Mai 2025, 20:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Das sogenannte "Death Cross" – wenn der 50-Tage-Durchschnitt unter den 200-Tage-Durchschnitt fällt – gilt als bärisches Signal. Doch wie zuverlässig ist es wirklich? Eine Analyse der historischen Daten und ihrer Bedeutung für Anleger.

Wenn der 50-Tage-Gleitende Durchschnitt den 200-Tage-Gleitenden Durchschnitt von oben nach unten durchkreuzt, sprechen Charttechniker von einem "Todeskreuz" oder "Death Cross".

Dieses Muster wird oft als Vorbote eines längerfristigen Abwärtstrends interpretiert und sorgt regelmäßig für Unruhe an den Finanzmärkten.

Doch wie aussagekräftig ist dieses Signal tatsächlich?

Was ist das "Death Cross"?

Das "Death Cross" ist ein technisches Analysemuster, bei dem der kurzfristige gleitende Durchschnitt (meist der 50-Tage-Durchschnitt) unter den langfristigen gleitenden Durchschnitt (typischerweise der 200-Tage-Durchschnitt) fällt.

Dieses Ereignis wird oft als Indikator für einen bevorstehenden Bärenmarkt oder eine längere Abwärtsphase angesehen.

Historische Betrachtung

Historische Daten zeigen jedoch ein differenziertes Bild. Laut einer Analyse von LPL Financial stieg der S&P 500 in über 70% der Fälle innerhalb von zwölf Monaten nach einem "Death Cross" wieder an, mit einer durchschnittlichen Rendite von über 6%.

Ebenso ergab eine Untersuchung von eToro, dass in vielen Fällen der Markt sein Tief bereits erreicht hatte, bevor das Signal auftrat.

Auch 2008, 2011 und 2020 tauchte das Death Cross auf – doch nicht jedes Mal folgte ein nachhaltiger Bärenmarkt. Kontext ist entscheidend.

Diese Daten legen nahe, dass das "Death Cross" eher ein nachlaufender Indikator ist, der bereits eingetretene Schwächen im Markt bestätigt, anstatt zukünftige Entwicklungen zuverlässig vorherzusagen.

Aktuelle Marktsituation

Im April 2025 verzeichnete der S&P 500 erneut ein "Death Cross", was bei vielen Anlegern Besorgnis auslöste. Doch trotz dieses Signals zeigte der Markt kurz darauf eine Erholung, was die Frage aufwirft, ob das "Death Cross" in der heutigen komplexen Marktumgebung noch die gleiche Bedeutung hat wie früher.

Was sollten Anleger tun?

Anleger sollten das "Death Cross" nicht isoliert betrachten. Es ist wichtig, auch andere Indikatoren und Fundamentaldaten in die Analyse einzubeziehen.

Panikverkäufe aufgrund eines einzelnen technischen Signals können kontraproduktiv sein. Stattdessen empfiehlt es sich, eine langfristige Anlagestrategie beizubehalten und Marktbewegungen im Kontext zu bewerten.

Das "Death Cross" kann ein nützliches Werkzeug im Arsenal der technischen Analyse sein, sollte jedoch nicht überbewertet werden.

Es bestätigt oft bereits bestehende Markttrends, anstatt neue vorherzusagen. Anleger tun gut daran, dieses Signal im Zusammenspiel mit anderen Analysen zu betrachten und nicht überstürzt zu handeln.

Finanzen / Börse
[InvestmentWeek] · 06.05.2025 · 20:00 Uhr
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