Tesla-Aktie: Analysehaus hebt Tesla-Kursziel drastisch an

Kritik an Tesla wird leiser

Der Elektroautobauer Tesla musste im letzten Jahr sehr viel negative Kritik durch Medien und Investoren einstecken. Vor allem die Produktionsziele beim Model 3 haben die Negativschlagzeilen dominiert - ganz zu Schweigen von den Verhaltensauffälligkeiten des Tesla-CEOs Elon Musk. Davon spricht aktuell an der Börse keiner mehr. Das Erreichen der Produktionsstückzahlen beim sogenannten Massen-Modell Model 3 und die Profitabilität Teslas ließen den E-Autopionier wieder Gnade bei Analysten und Investoren finden. Da passt es perfekt ins Bild, dass ein Analysehaus, welches die Tesla-Aktie bislang mit einer "Hold"-Bewertung versehen hatte, nun die Meinung ändert. Die bisherige Kursziel-Schätzung von 330 US-Dollar pro Aktie resultierte daraus, dass die weltweite Marktdurchdringung der Elektrofahrzeuge von Wall Street-Investoren nicht vollständig geschätzt wurde. Das aktuelle Kursziel für die nächsten 12 Monate fällt jedoch deutlich über dem vorherigen aus.

Tesla-Aktie nun mit "Buy" bewertet

Canaccord Genuity rät seinen Kunden aktuell zum Kauf der Tesla-Aktie und hat das 12-monatige Kursziel auf 450 US-Dollar pro Anteilsschein angehoben. "Wir glauben, dass die letzten beiden Quartale und die jüngste Prognose für Q1 die erheblichen Bedenken hinsichtlich der Produktionsfähigkeit und der Rentabilität des kritisch beäugten Model 3 ausgeräumt haben. Damit sehen wir ein stabileres 2019 mit deutlich weniger Sorgen um die Investoren des Unternehmens. Wir betrachten die jüngsten Preissenkungen als weiteren Beweis dafür, dass die Kostensenkungen und die richtige Dimensionierung, die das Unternehmen vorgenommen hat, zu konkreten Schritten in Richtung des Endziels eines erschwinglichen 35.000 US-Dollar Model 3", so Canaccord-Analyst Jed Dorsheimer. Auch auf die bevorstehende Anleiheemission blickt das Analysehaus unbesorgt. Falls der Aktienkurs des Unternehmens bis März nicht 359,87 US-Dollar pro Schein erreicht, wird eine Zahlung in Höhe von 920 Millionen US-Dollar fällig. In Anbetracht der liquiden Mittel in Höhe von 3,71 Milliarden US-Dollar, kann das Unternehmen diese Zahlung bequem tätigen. "Mit der starken Generierung von 1,23 Milliarden US-Dollar aus dem operativen Cashflow und einer Liquidität in der Bilanz von 3,7 Milliarden US-Dollar sind Liquiditätssorgen und die Rückzahlung der Wandelanleihe aus unserer Sicht keine gültigen Bedenken mehr", ergänzt Dorsheimer.

Aktie im Fokus
[finanzen.net] · 12.02.2019 · 20:19 Uhr
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