Tempo beim Ausbau der Windenergie gefordert
Der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Länder und Kommunen zu mehr Tempo beim Ausbau der Windenergie angemahnt. In einem Interview mit der 'Stuttgarter Zeitung' und den 'Stuttgarter Nachrichten' betonte er, dass beim Ausbau der Windenergie an Land eine wachsende Dynamik zu erkennen sei, insbesondere bei den Genehmigungen und Neuinstallationen. Dennoch gebe es noch viel zu tun.
Habeck betonte die Wichtigkeit einer konsequenten Zusammenarbeit von Ländern, Kommunen und der Branche mit dem Bund, um die beschleunigenden Maßnahmen umzusetzen. Die Bundesregierung habe durch verschiedene Maßnahmen bereits für Beschleunigung gesorgt. Trotzdem besteht weiterhin eine Lücke zwischen den politischen Zielen und dem tatsächlichen Ausbaustand der Windkraft an Land.
Im Jahr 2023 wurden bundesweit 745 neue Windräder an Land mit einer Gesamtleistung von rund 3,57 Gigawatt errichtet, was einem Anstieg von fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennis Rendschmidt, Geschäftsführer des Verbands VDMA Power Systems, äußerte sich positiv zu dieser Entwicklung und betonte, dass die Richtung stimme. Jedoch hob er auch hervor, dass der aktuelle Ausbau immer noch hinter den politischen Zielen zurückbleibt und bestehende Hürden beseitigt werden müssen.
In Anbetracht dieser Situation appelliert Minister Habeck an die Verantwortlichen, den Ausbau der Windenergie weiter voranzutreiben und mögliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller Akteure könne der Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgreich voranschreiten. (eulerpool-AFX)

