Technologie-Boom in den USA: Blase mit Potenzial für weitere Höhenflüge
Der jüngste Kursanstieg der amerikanischen Technologiegiganten scheint noch nicht an seinem Ende angekommen zu sein, wie die Strategen der Bank of America berichten. Laut ihrer Analyse von zehn historischen Finanzblasen seit Beginn des 20. Jahrhunderts könnten die Kursgewinne noch bedeutend weiter steigen.
Die Strategen, angeführt von Michael Hartnett, stellten fest, dass diese bewertungsintensiven Phasen im Durchschnitt Zuwächse von 244% verzeichneten. Der sogenannte "Magnificent Seven" hat seit März 2023 bereits um 223% zugelegt, was laut der Bank of America darauf hindeutet, dass noch weiteres Wachstum möglich ist.
Aktuell erscheinen die Bewertungen günstig und deuteten auf weiteres Potenzial hin, so die Strategen. Historische Blasen endeten typischerweise mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 58, und die derzeitige Benchmark liegt 29% über dem 200-Tage-Durchschnitt.
Die "Magnificent Seven", bestehend aus Tesla, Alphabet, Apple, Meta Platforms, Amazon, Microsoft und Nvidia, weisen momentan ein KGV von 39 auf und befinden sich 20% über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was sie zu den besten Investitionszielen im aktuellen Umfeld macht.
Ein positives makroökonomisches Umfeld, die Begeisterung rund um Künstliche Intelligenz und erhoffte Zinssenkungen durch die Federal Reserve wirken als Rückenwind. Der jüngste BofA-Fondsmanager-Bericht verdeutlicht, dass "Long Magnificent Seven" der beliebteste Trade ist, was 42% der Befragten vertraten.
Dennoch raten Hartnett und sein Team dazu, das Engagement in diese Blase mit Investitionen in “distressed value”-Aktien wie solchen aus Brasilien, dem Vereinigten Königreich und dem Energiesektor zu kombinieren. Diese spekulativen Phasen tragen oft zur wirtschaftlichen Dynamik bei.

