Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen und ihr designierter Nachfolger Lai Ching-te erhalten US-Besuch
Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen und ihr designierter Nachfolger Lai Ching-te haben eine hochrangige US-Delegation empfangen. Die beiden US-Kongressabgeordneten Ami Bera (Demokraten) und Mario Díaz-Balart (Republikaner) werden drei Tage auf der ostasiatischen Insel bleiben. Der Besuch der Delegation wurde von Tsai als besonders bedeutsam bezeichnet.
Allerdings stieß der US-Besuch bei China auf Kritik. Wang Wenbin, der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, warf den USA vor, das "falsche Signal an die Unabhängigkeitskräfte Taiwans" zu senden. China betrachtet Taiwan als Teil seines Territoriums, obwohl die Insel eine unabhängige Regierung hat. Die regierende Kommunistische Partei in Peking strebt eine "friedliche Wiedervereinigung" an, droht jedoch auch mit militärischen Mitteln.
Taiwans neue Präsident Lai Ching-te betonte, dass er die gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit stärken und den aktuellen Status quo in der Taiwanstraße verteidigen möchte. Er möchte sicherstellen, dass Taiwan und China weiterhin als eigene Staaten agieren können. Die Taiwanstraße, die Meerenge zwischen China und Taiwan, ist bereits angespannt, und die Durchfahrt des US-Zerstörers "USS John Finn" durch die Meerenge hat die Lage weiter verschärft.
Am Tag vor dem Besuch der US-Politiker wurden laut Taiwans Verteidigungsministerium 18 chinesische Kampfflugzeuge in den Gewässern um Taiwan gesichtet. Dies ist eine Zunahme im Vergleich zu den vorherigen Tagen. China schickt regelmäßig Militärflugzeuge in das Gebiet.
Die Begegnung zwischen der taiwanesischen Regierung und der US-Delegation verdeutlicht die angespannte Situation in der Region. Die USA scheinen entschlossen zu sein, Taiwan in seinem Bestreben nach Sicherheit und Wohlstand zu unterstützen, während China hartnäckig am Ein-China-Prinzip festhält. (eulerpool-AFX)

