Supertaifun "Fung-Wong" bedroht die Philippinen: Evakuierungen laufen auf Hochtouren
Vor der Küste der Philippinen braut sich ein neuer Sturm zusammen, der den Inselstaat erneut vor große Herausforderungen stellt. Der Supertaifun "Fung-Wong", von Pagasa als außergewöhnlich bedrohlich eingestuft, nähert sich mit einer Geschwindigkeit von 185 km/h der Insel Luzon, auf der auch die Hauptstadt Manila liegt. Bereits vor seinem Eintreffen haben starke Winde und sintflutartige Regenfälle zwei Menschenleben in den Provinzen Catanduanes und Samar gefordert, wie der örtliche Katastrophenschutz berichtet. Dieser zweite Taifun innerhalb einer Woche folgt auf die Verwüstungen, die "Kalmaegi" mit sich brachte, und könnte noch katastrophaler ausfallen.
In der vergangenen Woche hatten auf den Philippinen bereits über 224 Menschen ihr Leben verloren, und viele weitere werden immer noch vermisst. Aus Angst vor noch schlimmeren Folgen rufen die Behörden über eine Million Menschen zur Evakuierung auf. "Wir bitten alle um ihre Mithilfe", äußerte Bernardo Rafaelito Alejandro, der stellvertretende Chef des Zivilschutzes, und betonte die Wichtigkeit der Ruhe in dieser angespannten Situation. Die drohenden Sturmfluten, die beängstigende Höhen von bis zu drei Metern erreichen könnten, lassen den Handlungsdruck steigen. Schulen sind geschlossen, und die Versorgungsinfrastruktur ist vielerorts schon jetzt schwer beeinträchtigt. "Lasst uns für unsere Sicherheit sorgen", appelliert Meteorologe John Grender Almario an die Bewohner, während Stromausfälle und ausgefallene Flüge die Vorbereitung auf das Unwetter zusätzlich erschweren.
Jährlich wird diese Region von etwa 20 Taifunen heimgesucht, deren Intensität durch den Klimawandel weiter ansteigt, und "Fung-Wong" scheint keine Ausnahme zu machen. Die Philippinen erinnern sich mit Schrecken an den verheerenden Taifun "Haiyan" von 2013 - Experten warnen weiterhin vor der zukünftig wachsenden Gefährlichkeit tropischer Wirbelstürme.

