Südostasien im Bebenalarm: Schwere Erschütterungen treffen Myanmar und Umgebung
Ein schweres Erdbeben hat mehrere Länder Südostasiens in Aufruhr versetzt. Das Epizentrum lag in Myanmar, doch die Auswirkungen waren weitreichend spürbar – von der thailändischen Metropole Bangkok bis hin zur vietnamesischen Hauptstadt Hanoi sowie in Teilen Indiens und Chinas. In Myanmar selbst traf es die Stadt Mandalay schwer, wo ein Hotel in Aung Pan einstürzte und zahlreiche Menschen unter den Trümmern eingeklemmt sein sollen.
Inmitten sich zuspitzender Krisen in Myanmar, das seit einem Militärputsch 2021 von Chaos geprägt ist, kommt dieses Erdbeben zur denkbar ungünstigsten Zeit. Besonders betroffen war auch Bangkok, wo der Rohbau eines Hochhauses in sich zusammenbrach und über 40 Arbeiter unter den Trümmern vermutet werden. Die thailändische Regierungschefin, Paetongtarn Shinawatra, hat umgehend eine Notstandssitzung einberufen.
Forscher des Deutschen Geoforschungsinstituts in Potsdam sowie der US-Erdbebenwarte haben das Beben mit einer Stärke von rund 7,6 bis 7,7 auf der Richterskala gemeldet. Ein weiteres Nachbeben mit einer Stärke von 6,4 folgte nur Minuten später. Diese Erschütterungen waren nicht nur in Myanmar spürbar, sondern brachten auch die Menschen in Bangkok in Panik, während sie nach draußen strömten. In China, insbesondere in der Provinz Yunnan, wurden ebenfalls Schäden gemeldet, einschließlich verletzter Personen in der Stadt Ruili.
Die Auswirkungen solcher Naturkatastrophen sind oft fatal. Die Region Südostasien ist immer wieder Schauplatz verheerender Erdbeben, wie an die Erinnerungen an Katastrophen in Indonesien, Nepal und Japan eindrücklich mahnen.

