Sturmtief legt Zugverkehr zwischen Berlin und Hamburg lahm
Nach einem schweren Sturmtief, das am Abend über Norddeutschland hinwegzog, ist die bedeutende Bahnverbindung zwischen Berlin und Hamburg vorübergehend gesperrt worden. Ursache der Bahnblockade ist ein entwurzelter Baum, welcher die Strecke unpassierbar gemacht hat, wie die Deutsche Bahn informierte. Der Zeitraum der Sperrung bleibt derzeit ungewiss. Um die Ausfälle zu kompensieren, werden Fernzüge über Stendal in Sachsen-Anhalt umgeleitet, was Verspätungen zur Folge hat.
Vor Ort in Wittenberge im Nordwesten Brandenburgs mussten zwei ICE-Züge ihren Dienst unterbrechen, wie eine Reporterin mitteilte. Noch ist unklar, wie viele Passagiere von den Verzögerungen betroffen sind und wann für sie die Weiterreise möglich sein wird. In Berlin selbst hat der Sturm den öffentlichen Nahverkehr weitläufig beeinträchtigt; der gesamte S-Bahn-Betrieb wurde im Zuge zahlreicher auf die Gleise gestürzter Äste und Bäume eingestellt.
Die Berliner Feuerwehr ist aufgrund der weitreichenden Sturmschäden im Dauereinsatz. Ein Sprecher bestätigte, dass die gesamte Stadt betroffen sei und viele Einsatzorte abgearbeitet werden müssen, inklusive Meldungen über Verletzte. Derweil warnt der Deutsche Wetterdienst weiterhin vor kräftigen Gewittern und orkanartigen Böen mit Höchstgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern. Die stärkste Böe wurde westlich von Berlin in Brandenburg an der Havel mit 105 Stundenkilometern gemessen.

