Streckensanierung der Deutschen Bahn bis 2036 verlängert
Die Deutsche Bahn gibt bekannt, dass die Sanierung zentraler Schienenstrecken um ein weiteres Jahr bis 2036 verlängert wird. Dies folgt auf einen Branchendialog und führt dazu, dass die Modernisierung von über 40 viel genutzten und aussanierungsbedürftigen Routen mindestens fünf Jahre länger dauert als ursprünglich geplant. Trotz der Herausforderung bleibt die umfangreiche Sanierung der Schienenkorridore ein Schlüsselprojekt für die künftige Infrastrukturstrategie.
Die positiven Reaktionen aus der Galerie der Akteure der Branche bestätigen den neuen Zeitplan. Der Verband der Güterbahnen zeigte sich erleichtert, da die frühere Planung große Herausforderungen für den laufenden Betrieb und dessen Planung durch drohende Überlastungen dargestellt hatte. Der gewonnene Zeitraum bietet nun die Gelegenheit, alternative Strecken sinnvoll vorzubereiten, die mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen während der Bauarbeiten zurechtkommen müssen.
Eine endgültige Entscheidung über den neuen Sanierungsfahrplan wird durch den Bund erfolgen. Trotz der Verlängerung bleiben die Planungen für 2026 und 2027 bestehen. In diesen Jahren sollen bedeutende Strecken wie Hagen-Wuppertal-Köln und Nürnberg-Regensburg modernisiert werden. Für 2028 plant die Bahn ebenfalls, weitere Routen wie Köln-Mainz zu sanieren.
Unter der vorherigen Bundesregierung waren bereits erste Modernisierungen wie die der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim realisiert worden. Ein neues Großprojekt ist die Strecke zwischen Berlin und Hamburg, die umfassend saniert werden soll.
Die Finanzierung der Projekte bleibt hingegen einer Unsicherheit ausgesetzt. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sicherte Investitionen von 107 Milliarden Euro bis 2029 zu. Dennoch sieht Bahnchef Richard Lutz eine erhebliche Finanzierungslücke. Eine umfassende Strategie zur Sicherstellung der funktionellen und pünktlichen Bahn könnte im Spätsommer erwartet werden, einschließlich möglicher Personalentscheidungen.

