Stopp dem süßen Verführen: WHO fordert weltweites Verbot von aromatisierten Tabakprodukten
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat anlässlich des Weltnichtrauchertages eindringlich an Regierungen weltweit appelliert, ein Verbot von aromatisierten Tabak- und Nikotinprodukten zu erlassen. Besonders die an junge Menschen gerichteten Geschmacksrichtungen wie Gummibärchen oder Zuckerwatte werden hierbei als gefährliche Lockmittel benannt, die das gesundheitliche Risiko erhöhen.
Mit dieser Initiative hebt die WHO hervor, dass solche Aromen giftige Produkte jugendfreundlich erscheinen lassen und mit ernsthaften Gesundheitsproblemen, insbesondere Lungenkrankheiten, in Zusammenhang stehen. Diese aromatischen Verlockungen, gepaart mit aufmerksamkeitsstarken Verpackungen und kreativer Social Media-Werbung, richten sich gezielt an jüngere Konsumenten und steigern das Interesse und Experimentierfreude unter ihnen.
WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte, dass Aromen eine neue Welle der Abhängigkeit auslösen und die bisherigen Erfolge im Kampf gegen den Tabakkonsum zunichtemachen könnten. Angesichts von jährlich acht Millionen Todesfällen weltweit infolge von Tabakkonsum sei ein entschiedeneres Vorgehen erforderlich.
In über 50 Ländern sind bereits Geschmackszusätze für Tabakprodukte verboten, über 40 Länder haben zudem E-Zigaretten gänzlich untersagt. Die WHO unterstreicht die Notwendigkeit der strengen Regulation aller Tabakprodukte, einschließlich solcher, die nur erhitzt und nicht verbrannt werden, um die Verbraucher vor schädlichen Chemikalien zu schützen.
Der deutsche Verband des eZigarettenhandels (VdeH) hat sich auf seiner Webseite verpflichtet, sicherzustellen, dass seine Produkte nur an Personen über 18 Jahren abgegeben werden. Diese Selbstverpflichtung könnte als Beitrag zur Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen gesehen werden.

