Stoltenberg warnt vor neuen Handelsbarrieren
Die jüngsten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump hinsichtlich der Einführung neuer Zölle haben der Weltwirtschaft einen deutlichen Dämpfer versetzt, wie der ehemalige Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hervorhebt. Der amtierende Finanzminister Norwegens beschreibt die Entwicklung als den gravierendsten Rückschlag für den freien Welthandel seit der Ära zwischen den Weltkriegen.
Eine Vielzahl von Ländern und Arbeitsplätzen könnten potenziell betroffen sein, erklärte er gegenüber Reportern in Oslo. Stoltenberg prophezeit den Eintritt in eine neue Ära mit einer veränderten weltwirtschaftlichen Ordnung, deren volle Auswirkungen derzeit noch im Dunkeln liegen.
Wie die Europäische Union auf die erhobenen Zölle reagieren wird, bleibt abzuwarten. Für Norwegen ist es entscheidend, eng mit Brüssel zusammenzuarbeiten, um nicht isoliert zu werden, falls die EU ebenfalls Maßnahmen zum Schutz ihrer Märkte ergreifen sollte. Obwohl Norwegen nicht zur EU gehört, ist es als Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums eng mit der Union verbunden.
Die USA haben beschlossen, den Öl- und Gasexporteur Norwegen mit einem Zollsatz von 15 Prozent zu belegen. Die norwegische Wirtschaftsministerin Cecilie Myrseth erklärte am Vormittag, dass der tatsächliche Satz neuesten Informationen zufolge um einen Prozentpunkt höher liege.

