Stihl eröffnet modernes Produktionswerk in Rumänien für Akku-Technologie
Der renommierte Hersteller von Motorsägen und Gartengeräten, Stihl, expandiert mit einem hochmodernen Werk in Rumänien, das sich vollständig auf die Produktion von Akkus und akkubetriebenen Geräten konzentriert. Diese strategische Entscheidung unterstreicht die wachsende Bedeutung der Akku-Technologie, die das Unternehmen als Schlüsselrolle in seiner Produktionsstrategie sieht. Bereits heute ist mehr als jedes vierte Produkt aus dem Hause Stihl batteriebetrieben, und dieser Anteil soll bis 2027 auf rund 35 Prozent und bis 2035 auf etwa 80 Prozent ansteigen. Die neue Produktionsstätte wird bis 2028 voraussichtlich 700 Mitarbeiter beschäftigen.
Der Produktionsstandort in Osteuropa bietet zudem wirtschaftliche Vorteile, da die Fertigungskosten dort deutlich unter denen in Deutschland liegen. Der Bau des rumänischen Werks erforderte eine Investition von 125 Millionen Euro. Inmitten dieser Expansion hatte Stihl jedoch Ende April angekündigt, weltweit rund 500 Stellen abzubauen, um sich an die gegenwärtig herausfordernden wirtschaftlichen Bedingungen anzupassen. Vor allem die Verwaltungsposten sollen reduziert werden.
Was Deutschland betrifft, sind in einem sozialverträglichen Rahmen Stellenstreichungen im unteren dreistelligen Bereich vorgesehen. Dies soll durch natürliche Abgänge und ein Freiwilligenprogramm geschehen, ohne dass Kündigungen ausgesprochen werden. Bis Ende des letzten Jahres beschäftigte Stihl weltweit gut 19.700 Mitarbeiter, wovon über 6.000 am deutschen Stammsitz arbeiten, der mehrere Standorte in der Region Stuttgart sowie in den Landkreisen Konstanz und Weinsheim umfasst.

