Steigender Optimismus: Deutsche Wirtschaft erholt sich langsam

Die Prognosen der Bundesbank für das Jahr 2026 zeichnen ein Bild von langsamer, aber stetiger Erholung der deutschen Wirtschaft. Obwohl das erste Quartal des Jahres nur eine schwache Dynamik erwarten lässt, wird für das Frühjahr eine Beschleunigung des Wachstums vorhergesagt, gestützt durch fiskalische Anreize und bedeutende Infrastruktur- sowie Verteidigungsausgaben.
Ein beachtlicher Teil der jüngst gestiegenen Aufträge für die deutsche Industrie resultiert aus inländischen Großaufträgen, insbesondere in Verbindung mit zusätzlichen Verteidigungsausgaben. Diese werden jedoch nur bedingt kurzfristige Produktionssteigerungen nach sich ziehen. Aufgrund der geringeren Wettbewerbsposition partizipiert die deutsche Industrie nur begrenzt am globalen Handel, obwohl Bestellungen für Produkte „Made in Germany“ aus dem Ausland zuletzt wieder zugenommen haben. Die Bundesbank sieht die Exporte infolgedessen im Aufwärtstrend, auch im Lichte der sich entspannenden internationalen Handelsspannungen.
Trotz dieser positiven Entwicklung erwartet man im Bau- und Konsumsektor für die ersten drei Monate des Jahres wenig Impulse. Ein schneereicher Winter und Anzeichen einer Stagnation des privaten Konsums deuten auf eine verzögerte wirtschaftliche Dynamik hin.
Im vierten Quartal 2025 konnte die deutsche Wirtschaft mit einem Wachstum von 0,3 Prozent aufwarten, ein Level, das sie seit drei Jahren nicht mehr erreicht hatte. Für das gesamte Jahr 2025 wuchs die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent, ein knappes Entkommen von einem dritten Jahr ohne Wachstum.

