Starker Handel an der Wiener Börse – Politische Unsicherheiten bleiben
Mit einem deutlichen Aufwärtstrend hat die Wiener Börse ihren Handelstag am Dienstag abgeschlossen. Der ATX, der österreichische Leitindex, verzeichnete einen Anstieg von 1,45 Prozent und erreichte 4.848,87 Punkte. Der breitere ATX Prime zeigte sich ebenfalls mit einem Plus von 1,46 Prozent und schloss bei 2.425,00 Punkten. Dies verdeutlicht die robuste Verfassung der heimischen Aktienmärkte, trotz der anhaltenden politischen Spannungen auf internationaler Ebene.
Im Zentrum der geopolitischen Entwicklungen steht weiterhin das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie führenden europäischen Politikern. Obwohl konkrete Ergebnisse noch fehlen, bleiben diese diplomatischen Gespräche ein Unsicherheitsfaktor für die Anleger, wie IG Markets berichtet. Solange von der politischen Front keine klaren Signale kommen, bleibt diese Dimension ein belastender Einfluss auf die globalen Märkte.
Bewegung in den Märkten brachte zudem ein Update aus den USA: Die Zahl der neu begonnenen Wohnungen stieg im Juli um 5,2 Prozent, während die Baugenehmigungen um 2,8 Prozent zurückgingen, was unter den Erwartungen der Volkswirte lag. Diese Zahlen lieferten gemischte Signale für die Wirtschaft und den Immobiliensektor.
Ein weiterer Höhepunkt dieser Woche wird das Notenbanktreffen in Jackson Hole sein, wo die Rede des Fed-Chefs Jerome Powell mit Spannung erwartet wird. Trotz der Diskussion um die US-Arbeitsmarktdaten und mögliche Revisionen älterer Jobdaten, bleiben die Erwartungen an eine bedeutende Zinssatzsenkung seitens der US-Notenbank gedämpft.
Unternehmensseitig sorgte Flughafen Wien mit erfreulichen Halbjahreszahlen für positive Impulse. Das Unternehmen steigerte seinen Konzerngewinn um 6,2 Prozent, während der Umsatz um 7,4 Prozent zunahm – alles in allem Ergebnisse, die die Erwartungen der Erste Group leicht übertrafen. Die Aktie des Unternehmens reagierte mit einem moderaten Kursanstieg von 0,4 Prozent.
Positive Entwicklungen konnte man auch bei anderen großen Unternehmen feststellen. Besonders hervorzuheben sind die Kursgewinne von Voestalpine mit einem Plus von 3,9 Prozent und Wienerberger, die sogar um über fünf Prozent zulegten. Auch OMV und Andritz zeigten sich im Aufwind. Im Bankensektor konnten Raiffeisen Bank International, Erste Group und BAWAG Zugewinne verzeichnen. Der Bausektor präsentierte sich ebenfalls freundlich, mit soliden Kurszuwächsen bei Strabag und Porr.

