Starke Quartalszahlen: Börseneuphorie erweist sich als kurzlebig
Die jüngste Feierlaune an den Finanzmärkten, ausgelöst durch eindrucksvolle Geschäftszahlen von Technologiegrößen wie Microsoft, Meta und Ebay, konnte die allgemeine Marktlage nur kurzzeitig beflügeln. Diese Giganten der Branche hatten mit ihren beeindruckenden Kursgewinnen jüngst die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich gezogen. Doch trotz dieser soliden Performance zeigte sich der Gesamtmarkt zuletzt eher verhalten.
Der S&P-500-Index und der technologielastige Nasdaq 100 markierten zunächst weitere Höhenflüge, ehe eine leichte Ernüchterung einsetzte. Der S&P 500 hielt sich mit einem minimalen Zuwachs von 0,1 Prozent bei 6.370 Punkten, während der Nasdaq 100 um 0,1 Prozent auf 23.313 Zähler nachgab. Auch der Dow Jones Industrial bewegte sich mit einem Verlust von 0,2 Prozent auf ein Niveau von 44.356 Punkten.
Microsoft konnte dank glänzender Geschäfte rund um Künstliche Intelligenz im vierten Quartal ein bemerkenswertes Wachstum verbuchen. Der Gewinn im Geschäftsjahr 2024/25 überschritt die 100 Milliarden US-Dollar-Marke, wodurch der Aktienwert in der Spitze um beeindruckende 8 Prozent anstieg. Dies katapultierte Microsoft auf den zweiten Platz der wertvollsten börsennotierten Unternehmen hinter Nvidia.
Ebenso überzeugte Meta, der Konzern hinter Facebook, mit seinen ehrgeizigen Plänen im Bereich Künstlicher Intelligenz die Börse und erlebte einen Kurszuwachs von fast 12 Prozent. Nvidia-Aktien erklommen ebenfalls neue Höhen, hielten jedoch nicht durchgehend ihr Plus von 2,2 Prozent.
Überraschend starke Ergebnisse präsentierte auch Ebay mit einem Kursanstieg von fast 20 Prozent. Ford hingegen wird durch Importzölle mit einer finanziellen Belastung von zwei Milliarden Dollar konfrontiert, konnte sich jedoch von ersten Verlusten erholen und ins Plus drehen. Applied Digital verzeichnete einen sprunghaften Anstieg von 34 Prozent, während Qualcomm wegen enttäuschender Quartalszahlen 7,5 Prozent an Wert einbüßte.

