Stalkingskandal um Ex-Finanzminister: Vorwürfe gegen Britin nichtig gemacht
Die britische Gesellschaft zeigt sich erstaunt über einen ungewöhnlichen Gerichtssaaldrama, bei dem sich eine junge Frau, Lydia Suffield, gegen Vorwürfe des Stalkings verteidigt. Ziel dieses vermeintlichen Stalkings waren der ehemalige britische Finanzminister George Osborne und seine Ehefrau Thea Rogers. Die Vorfälle sollen sich über mehr als ein Jahr erstreckt haben.
Laut Anklage soll Suffield uflauberdienstliche Aufmerksamkeit erregt haben, indem sie sowohl per E-Mail als auch über Instagram-Nachrichten den Kontakt suchte. Zudem behaupten die Staatsanwälte, sie hätte anonyme Hinweise an die Kinderhilfsorganisation NSPCC geschickt, die zu Ermittlungen wegen Drogenmissbrauchs und Kindesvernachlässigung führten.
Vor dem Westminster Magistrates' Court in London plädierte Suffield auf nicht schuldig bezüglich der Anklagen des Stalkings, das für erhebliche Unruhe und Besorgnis bei den Betroffenen gesorgt habe. Die Vorwürfe bewegten das Paar, während der Hochzeitszeit zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.
Eine Rolle soll auch ein vermeintliches Geschenk für die Kinder gespielt haben, das Suffield den Osbornes geschickt haben soll. Nachrichten an Freunde und die Familie des Paares, die angeblich private Themen berührten, werden ebenfalls angeführt.
Suffield erhielt gegen Kaution die Auflage, keinen Kontakt mit Osborne und Rogers aufzunehmen, bis sie am 6. Januar vor dem Isleworth Crown Court erscheinen muss. George Osborne ist seit seinem Ausscheiden aus der Regierung vielseitig tätig, unter anderem in einer führenden Position bei der Investmentbank Robey Warshaw und als Vorsitzender des British Museum.

