Stahlgigant-Übernahme: Jindal fordert weitere Einsparungen bei Thyssenkrupp Steel Europe
Die Verhandlungen über die potenzielle Übernahme von Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) durch den indischen Stahlkonzern Jindal haben eine neue Wendung genommen. Jindal strebt, laut Berichten der "Rheinischen Post", auf Basis von Informationen aus Unternehmenskreisen, signifikante zusätzliche Kostensenkungen an. Diese sollen über die im bisherigen Sanierungstarifvertrag festgelegten Maßnahmen hinausgehen, auf die sich TKSE und die Gewerkschaft IG Metall geeinigt hatten. Dabei könnte es zur Streichung von weiteren 2.000 bis 3.000 Stellen kommen, zusätzlich zu den bereits geplanten 11.000. Aktuell beschäftigen die Stahlsparte von Thyssenkrupp noch 26.000 Mitarbeiter, und der potenzielle Käufer Jindal untersucht eingehend die Bücher des größten deutschen Stahlproduzenten. Die IG Metall zeigt sich besorgt, denn für sie sind die bestehenden Sanierungsvereinbarungen unverzichtbar, so der NRW-Bezirksleiter Knut Giesler. Giesler betont, diese Maßnahmen seien ausreichend, um TKSE zukunftsfähig zu machen, und fordert von Jindal ein Konzept, das auf diesen Vereinbarungen basiert. Jindal selbst hält sich derweil mit konkreten Stellungnahmen zurück. Eine Unternehmenssprecherin äußerte in der "Rheinischen Post", dass bis zum Abschluss der Verhandlungen keine Details kommentiert würden und man sich generell nicht an Spekulationen beteilige. Auch die Konzernmutter Thyssenkrupp AG gibt sich bedeckt und verweist darauf, keine einzelnen Aussagen während des laufenden Prozesses kommentieren zu wollen.

