Stahl, Diesel und Träume: Docked zeigt seine acht mächtigen Hafenmaschinen zum Launch
Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wie es sich anfühlt, mit kolossalen Krananlagen Container vom Schiffsdeck zu heben oder tonnenschwere Lasten präzise durch ein überfülltes Hafengelände zu manövrieren? Saber Interactive, das Studio hinter Simulationskrachern wie SnowRunner und RoadCraft, liefert die Antwort. Mit einem brandneuen Trailer zu Docked präsentiert der Entwickler jene acht Schwerlastfahrzeuge, die du bereits zum Start des Spiels bedienen darfst. Es ist ein liebevoll inszeniertes Schaulaufen von rostigen Giganten, die trotz ihrer technischen Nüchternheit eine eigentümliche Faszination ausstrahlen.
Die Champions des Containers
Der Trailer wirft ein Schlaglicht auf die Vielfalt der Maschinen, die in Docked auf dich warten. Da wäre zunächst der STS-Kran (Ship-to-Shore), der mit seinen langen Auslegern wie ein mechanischer Riese über Containerschiffen thront und die stählernen Boxen seelenruhig auf Lastwagen oder Züge hebt. Ergänzt wird er durch den RMG-Kran (Rail-Mounted Gantry), der auf Schienen entlanggleitet und mit fast chirurgischer Präzision Container sortiert, sowie den RTG-Kran (Rubber-Tired Gantry), der dank seiner Gummireifen flexibel einsetzbar ist. Hinzu gesellt sich der Mobile Harbor Crane, ein Alleskönner beim Be- und Entladen von Massengütern, der mit seiner imposanten Silhouette durchaus imponiert.
Doch nicht nur die Krane stehlen die Show. Der Reach Stacker, eine Art hydraulischer Muskelprotz, stapelt Container wie Legosteine. Der Straddle Carrier hingegen umgreift die Boxen von oben und trägt sie lässig durch das Gelände, während der Terminal Tractor – das Arbeitstier der kurzen Distanzen – Sattelauflieger und Container von A nach B schiebt. Abgerundet wird die Flotte durch den Hopper, ein Fahrzeug, das sich auf den Transport von Schüttgütern spezialisiert hat.
Präzision statt Raserei
Was Docked von anderen Fahrsimulatoren abhebt, ist der ungewöhnliche Ansatz, nicht quer durch verschiedene Landschaften zu bolzen, sondern sich intensiv auf einen einzigen Schauplatz zu konzentrieren: Port Wake. Hier geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Umsicht. Ein falsches Manöver, ein ungeschickt geparkter Container oder ein blockierter Weg können den gesamten Betriebsablauf ins Stocken bringen. Spieler werden also dazu angehalten, jeden Zentimeter ihres Fahrwegs zu überdenken und die eigenen Logistikketten nicht selbst zu sabotieren.
Die Inszenierung im Trailer betont genau diese Eigenschaften: Die Maschinen sind laut, rau, funktional – und verlangen Respekt. Jedes Rumpeln, jedes Quietschen der Hydraulik trägt zur immersiven Atmosphäre bei, die den Hafen zu einem lebendigen Organismus macht.
Mehr als nur Bagger-Ballett
Doch Docked will nicht nur eine reine Fahr- und Betriebssimulation sein. Es schleust auch wirtschaftliche Komponenten ein. Als Spieler musst du Verträge abschließen, Logistikabläufe optimieren und Port Wake Stück für Stück ausbauen. Neue Fahrzeuge und Anlagen wollen finanziert werden, während lukrative Aufträge winken. Es ist eine Mischung aus handfestem Arbeiten und strategischem Denken, die an die Stärken von RoadCraft erinnert – jenem Titel, der dich in die Rolle eines Katastrophenhelfers schlüpfen ließ.
Aktuell gibt es noch kein finales Erscheinungsdatum für Docked, doch eine Demo steht bereits auf Steam bereit. Sie umfasst eine einzelne Mission mit drei Aufträgen, in denen du den STS-Kran, den Reach Stacker und den Straddle Carrier ausprobieren kannst. Das Spiel erscheint für PC (Steam und Epic Games Store), PlayStation 5 sowie Xbox Series X/S.


