Stabile Arbeitslosenquote in der Eurozone trotz Ungleichheiten
Die Arbeitslosenquote der Eurozone hat im März auf einem stabilen Niveau von 6,2 Prozent verharrt, wie Daten des Statistikamtes Eurostat aus Luxemburg zeigen. Seit der Einführung des Euro im Jahr 1999 erreichte die Arbeitslosigkeit nie zuvor ein niedrigeres Niveau.
Volkswirte, die ursprünglich mit einem leichten Rückgang auf 6,1 Prozent gerechnet hatten, sehen sich nun durch die Aufwärtsrevision des Vormonatswertes überrascht, der ebenfalls auf 6,2 Prozent korrigiert wurde. Ein Jahr zuvor lag die Quote bei 6,5 Prozent.
Im Vergleich zum Vormonat erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 83.000 auf insgesamt fast 10,82 Millionen. Dennoch verzeichnete die Eurozone im Jahresvergleich dank einer Reduktion von 288.000 Arbeitslosen einen erfreulichen Rückgang.
Betrachtet man die einzelnen Euroländer, offenbaren sich beachtliche Unterschiede: In Spanien und Finnland sind die Arbeitslosenquoten mit 10,9 Prozent beziehungsweise 9,1 Prozent besonders hoch. Deutschland hingegen behauptet sich mit stabilen 3,5 Prozent weiterhin als eines der Länder mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit.
Die von Eurostat präsentierten Zahlen basieren auf den harmonisierten Arbeitslosenquoten, die sich nach den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) richten. Diese Methode unterscheidet sich von nationalen Berechnungen wie etwa denen der deutschen Bundesagentur für Arbeit, was zu abweichenden Quoten führen kann.

